STEARYL ALCOHOL ist ein gesättigter C18-Fettalkohol und gehört chemisch zur Klasse der langkettigen aliphatischen Alkohole. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz nach COSING-Klassifikation unter anderem als Emulsionsstabilisator, Viskositätsregler und rückfettende Komponente eingesetzt.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden STEARYL ALCOHOL folgende Funktionsrollen zugeordnet: emulsionsstabilisierend, rückfettend, hautkonditionierend (rückfettend), emulgierend, viskositätsregelnd, reinigend, tensidisch sowie als Trübungsmittel und Fragrance-Komponente. Als Emulsionsstabilisator trägt die Verbindung zur physikalischen Stabilität von Wasser-Öl-Emulsionen bei. In der Rolle als Viskositätsregler beeinflusst sie die Konsistenz kosmetischer Zubereitungen. Die rückfettende Funktion ordnet den Stoff der übergeordneten Wirkstoff-Rubrik der rückfettenden Substanzen zu.
Chemische Einordnung
STEARYL ALCOHOL (1-Octadecanol) ist ein gesättigter, geradkettiger Fettalkohol mit 18 Kohlenstoffatomen. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 112-92-5 sowie der EC-Nummer 204-017-6 registriert. Aufgrund des langen unpolaren Kohlenwasserstoffrests ist das Molekül lipophil und in Wasser praktisch unlöslich, jedoch gut in Fetten und Ölen lösbar. In Rezepturen wird es typischerweise in der Ölphase eingearbeitet.
Vorkommen in Produkten
STEARYL ALCOHOL kommt bei uns in 108 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulsionsstabilisierenden und viskositätsregelnden Eigenschaften findet sich die Verbindung typischerweise in Körperlotionen, Cremes, Conditionern und Haarpflegeprodukten. Auch in Reinigungsformulierungen und Emulsionen mit tensidischen Bestandteilen tritt der Stoff regelmäßig auf.
Regulatorischer Status in der EU
STEARYL ALCOHOL ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht, obwohl die Substanz in der COSING-Klassifikation auch der Funktion Fragrance zugeordnet ist.
Was gut zu wissen ist
Als lipophiler Fettalkohol wird STEARYL ALCOHOL in der Rezepturpraxis üblicherweise in der Ölphase einer Emulsion eingearbeitet und dort aufgeschmolzen, da die Substanz bei Raumtemperatur fest ist. Wasserlösliche Wirkstoffe und diese Verbindung befinden sich in einer Emulsion in unterschiedlichen Phasen, was bei der Formulierungsplanung zu berücksichtigen ist. Die Substanz ist chemisch stabil und kompatibel mit einer Vielzahl gängiger Emulgatoren und Ölkomponenten.
Häufige Fragen
Was ist Stearyl Alcohol chemisch?
STEARYL ALCOHOL ist ein gesättigter, geradkettiger Fettalkohol mit 18 Kohlenstoffatomen (1-Octadecanol) und gehört zur Klasse der langkettigen aliphatischen Alkohole. Bei Raumtemperatur liegt die Substanz als weißer Feststoff vor.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Nach COSING-Klassifikation erfüllt die Verbindung Funktionen als Emulsionsstabilisator, Viskositätsregler, rückfettende und hautkonditionierende Komponente sowie als Emulgator, Tensid, Trübungsmittel und Reinigungsmittel in kosmetischen Zubereitungen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, STEARYL ALCOHOL ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.






















