Stearic Acid ist eine gesättigte Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Emulsionsstabilisator sowie rückfettende Substanz eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der langkettigen gesättigten Fettsäuren und zählt zu den in der Kosmetikindustrie am häufigsten verwendeten Fettsäuren.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden Stearic Acid die Funktionen Emulgierend, Emulsionsstabilisierend, Rückfettend und Reinigend zugeordnet. Als Emulgator unterstützt die Substanz die Bildung stabiler Wasser-Öl-Emulsionen. Die emulsionsstabilisierende Eigenschaft trägt zur Konsistenz und Haltbarkeit kosmetischer Zubereitungen bei. Die rückfettende Funktion beschreibt die Einarbeitung lipophiler Anteile in die Rezeptur. Darüber hinaus wird die Verbindung in reinigenden Formulierungen eingesetzt, da Fettsäuresalze (Seifen) grenzflächenaktive Eigenschaften besitzen.
Chemische Einordnung
Stearic Acid (Octadecansäure) gehört zur Klasse der gesättigten, unverzweigten Fettsäuren mit der Kettenlänge C18. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 57-11-4 sowie der EC-Nummer 200-313-4 registriert. Als langkettige Fettsäure ist sie bei Raumtemperatur fest und in Wasser praktisch unlöslich, jedoch in organischen Lösungsmitteln und Ölen löslich. In Rezepturen wird sie typischerweise in der Ölphase eingearbeitet oder als Salz (Seife) in wässrigen Systemen verwendet.
Vorkommen in Produkten
Stearic Acid kommt bei uns in 220 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund ihrer emulgierenden und emulsionsstabilisierenden Funktion findet sich die Substanz häufig in Cremes, Lotionen und Emulsionen. Reinigende Formulierungen wie Seifen und Reinigungscremes sowie Körperpflegeprodukte zählen ebenfalls zu den typischen Produktarten, in denen diese Verbindung eingesetzt wird.
Regulatorischer Status in der EU
Stearic Acid ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diesen Stoff nicht.
Was gut zu wissen ist
Als lipophile Verbindung wird Stearic Acid in der Rezepturpraxis üblicherweise in der Ölphase einer Emulsion verarbeitet. Durch Neutralisation mit Basen wie Kaliumhydroxid oder Triethanolamin entstehen Fettsäuresalze, die als Emulgatoren in wässrigen Systemen fungieren können. Diese Eigenschaft macht die Substanz in der Formulierungstechnik besonders vielseitig einsetzbar. Die Verbindung ist mit einer Vielzahl kosmetischer Rohstoffe kompatibel.
Häufige Fragen
Was ist Stearic Acid chemisch?
Stearic Acid (Octadecansäure) ist eine gesättigte, unverzweigte Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen. Bei Raumtemperatur liegt sie als weißer Feststoff vor und ist in Wasser praktisch unlöslich.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird Stearic Acid in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Emulsionsstabilisator, rückfettende Substanz sowie in reinigenden Formulierungen eingesetzt.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, Stearic Acid ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.























