Cetyl Alcohol ist ein gesättigter, langkettiger Fettalkohol (C16) und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Viskositätsregler sowie rückfettende Substanz eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der höheren Fettalkohole und ist in der COSING-Klassifikation mehreren Funktionsrollen zugeordnet. In der kosmetischen Industrie zählt sie zu den am häufigsten verwendeten Strukturgebern in Emulsionen.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation wird Cetyl Alcohol den Funktionen Emulgierend, Emulsionsstabilisierend, Viskositätsregler, Hautkonditionierend – Rückfettend, Tensid, Reinigend, Trübungsmittel sowie Fragrance zugeordnet. Als Emulgator und Emulsionsstabilisator unterstützt die Substanz die gleichmäßige Verteilung von Wasser- und Ölphase in einer Rezeptur. In der Rolle als Viskositätsregler beeinflusst sie die Konsistenz kosmetischer Zubereitungen. Die rückfettende Funktion ordnet den Stoff der internen Wirkstoff-Rubrik der rückfettenden Substanzen zu.
Chemische Einordnung
Cetyl Alcohol, systematisch 1-Hexadecanol, ist ein gesättigter primärer Fettalkohol mit einer Kettenlänge von 16 Kohlenstoffatomen. Die Substanz ist bei Raumtemperatur ein weißer, wachsartiger Feststoff und gehört zur Klasse der lipophilen, in Wasser schwer löslichen, in Fetten und organischen Lösungsmitteln gut löslichen Verbindungen. Sie ist unter der CAS-Nummer 36653-82-4 und der EC-Nummer 253-149-0 registriert.
Vorkommen in Produkten
Cetyl Alcohol kommt bei uns in 233 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor und gehört damit zu den verbreiteten Rezepturbestandteilen. Aufgrund seiner emulgierenden und viskositätsregelnden Eigenschaften findet sich die Verbindung typischerweise in Cremes, Lotionen und Emulsionen aller Art. Auch in Haarpflegeprodukten wie Conditionern und Spülungen sowie in Reinigungsprodukten ist der Stoff ein häufiger Bestandteil.
Regulatorischer Status in der EU
Cetyl Alcohol ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diesen Stoff nicht.
Was gut zu wissen ist
Als lipophiler Fettalkohol wird Cetyl Alcohol in der Regel in der Ölphase einer Emulsionsrezeptur eingearbeitet, da die Substanz bei erhöhter Temperatur aufgeschmolzen wird. In Kombination mit geeigneten Emulgatoren trägt die Verbindung zur Stabilität von Wasser-in-Öl- und Öl-in-Wasser-Emulsionen bei. Die Verträglichkeit mit einer Vielzahl weiterer kosmetischer Rohstoffe macht Cetyl Alcohol zu einem vielseitig einsetzbaren Formulierungsbestandteil.
Häufige Fragen
Was ist Cetyl Alcohol chemisch?
Cetyl Alcohol ist ein gesättigter primärer Fettalkohol mit 16 Kohlenstoffatomen (1-Hexadecanol) und gehört zur Klasse der höheren Fettalkohole. Bei Raumtemperatur liegt die Substanz als weißer, wachsartiger Feststoff vor.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Cetyl Alcohol wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Emulsionsstabilisator, Viskositätsregler und rückfettende Substanz eingesetzt. Darüber hinaus sind ihm in der COSING-Klassifikation die Funktionen Tensid, Reinigend, Trübungsmittel und Fragrance zugeordnet.
Ist Cetyl Alcohol in der EU zugelassen?
Ja, Cetyl Alcohol ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.























