SQUALANE ist ein gesättigter, verzweigtkettiger Kohlenwasserstoff und wird in kosmetischen Rezepturen als rückfettender sowie haar- und hautkonditionierender Wirkstoff eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Isoprenoide und ist das vollständig hydrierte Derivat von Squalen. In der COSING-Klassifikation wird sie den Funktionen Haarkonditionierend, Rückfettend, Hautkonditionierend und Hautkonditionierend – Rückfettend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation erfüllt SQUALANE mehrere Funktionsrollen. Als rückfettende Substanz dient es dazu, den Lipidanteil einer Formulierung zu ergänzen. In der Funktion Hautkonditionierend wird es eingesetzt, um die Eigenschaften der Hautoberfläche im Rahmen einer kosmetischen Zubereitung zu beeinflussen. Die Funktion Haarkonditionierend beschreibt seinen Einsatz in haarkosmetischen Formulierungen zur Verbesserung der Haaroberflächeneigenschaften.
Chemische Einordnung
SQUALANE (C₃₀H₆₂) ist ein gesättigter, aliphatischer Kohlenwasserstoff aus der Gruppe der Triterpan-Derivate. Es ist lipophil und damit in der Ölphase kosmetischer Emulsionen löslich, in Wasser hingegen nicht löslich. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 111-01-3 sowie der EC-Nummer 203-825-6 registriert. Durch die vollständige Hydrierung des Ausgangsmoleküls Squalen ist SQUALANE chemisch sehr stabil gegenüber Oxidation.
Vorkommen in Produkten
SQUALANE kommt bei uns in 49 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner rückfettenden und hautkonditionierenden Funktion findet es sich typischerweise in Gesichtscremes, Körperlotionen, Seren und Hautölen. In der Haarkosmetik tritt es in Conditionern und Haarpflegeprodukten auf. Als Ölphasen-Komponente wird es sowohl in Wasser-in-Öl- als auch in Öl-in-Wasser-Emulsionen eingearbeitet.
Regulatorischer Status in der EU
SQUALANE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Es ist nicht als Duftallergen eingestuft und unterliegt daher keiner besonderen Deklarationspflicht nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung.
Was gut zu wissen ist
Als lipophiler Kohlenwasserstoff wird SQUALANE typischerweise in der Ölphase einer Rezeptur eingearbeitet und ist mit einer Vielzahl weiterer lipophiler Rezepturbestandteile kompatibel. Die hohe chemische Stabilität der Verbindung – bedingt durch die vollständige Sättigung der Kohlenstoffkette – macht sie in der Rezepturpraxis zu einer oxidationsstabilen Ölphasen-Komponente. SQUALANE kann sowohl aus pflanzlichen Quellen (z. B. Olivenöl-Rückständen) als auch synthetisch gewonnen werden.
Häufige Fragen
Was ist SQUALANE chemisch?
SQUALANE ist ein gesättigter, verzweigtkettiger Kohlenwasserstoff (C₃₀H₆₂) aus der Gruppe der Triterpan-Derivate und das vollständig hydrierte Derivat von Squalen.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Gemäß COSING-Klassifikation wird SQUALANE in kosmetischen Rezepturen als rückfettende sowie haar- und hautkonditionierende Substanz eingesetzt und findet Verwendung in der Ölphase von Emulsionen, Seren und Haarpflegeprodukten.
Ist es in der EU zugelassen?
SQUALANE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.























