Sodium Polyacrylate ist ein synthetisches Polymer aus der Klasse der Polyacrylate und wird in kosmetischen Rezepturen als Viskositätsregler, Bindemittel, Filmbildner sowie zur Hautkonditionierung eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zu den Natriumsalzen der Polyacrylsäure und zeichnet sich durch ein hohes Wasserbindevermögen auf molekularer Ebene aus, das für ihre Funktion in wässrigen Formulierungen relevant ist.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden Sodium Polyacrylate die Funktionen Absorbierend, Bindemittel, Emulsionsstabilisierend, Filmbildend, Haarfestigend, Hautkonditionierend, Hautkonditionierend – Rückfettend sowie Viskositätsregler zugeordnet. Als Viskositätsregler beeinflusst die Substanz die Fließeigenschaften und Textur einer Zubereitung. In der Rolle als Bindemittel trägt sie zur Kohäsion von Rezepturbestandteilen bei, während die filmbildende Funktion auf die Ausbildung eines Schutzfilms auf Haut- oder Haaroberflächen abzielt.
Chemische Einordnung
Sodium Polyacrylate ist das Natriumsalz der Polyacrylsäure und gehört zur Klasse der synthetischen Acrylat-Polymere. Die Verbindung ist unter den CAS-Nummern 9003-04-7 und 25549-84-2 registriert. Aufgrund ihrer ionischen, hydrophilen Polymerstruktur ist die Substanz gut wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Zubereitungen eingearbeitet. Der Polymerisationsgrad beeinflusst dabei die rheologischen Eigenschaften der fertigen Formulierung.
Vorkommen in Produkten
Sodium Polyacrylate kommt bei uns in 32 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionen als Viskositätsregler und Filmbildner findet die Substanz typischerweise Verwendung in Cremes, Lotionen, Seren, Haargelen und Haarstyling-Produkten. Auch in Emulsionen wird der Wirkstoff zur Stabilisierung und Texturgebung eingesetzt.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Polyacrylate ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten auf dem europäischen Markt verfügbar.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polymer wird Sodium Polyacrylate in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Bei der Formulierung ist zu beachten, dass der pH-Wert sowie die Ionenstärke der Zubereitung die Quell- und Verdickungseigenschaften des Polymers beeinflussen können. In der internen Wirkstoff-Rubrik wird die Substanz den rückfettenden Substanzen zugeordnet, was ihre hautkonditionierende Funktion in der COSING-Klassifikation widerspiegelt.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Polyacrylate chemisch?
Sodium Polyacrylate ist das Natriumsalz der Polyacrylsäure und gehört zur Klasse der synthetischen Acrylat-Polymere. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 9003-04-7 und 25549-84-2 registriert.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation erfüllt Sodium Polyacrylate Funktionen als Viskositätsregler, Bindemittel, Filmbildner, Emulsionsstabilisator, Haarfestiger sowie zur Hautkonditionierung einschließlich rückfettender Wirkung.
Ist Sodium Polyacrylate in der EU zugelassen?
Ja, die Substanz ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Kennzeichnungspflicht besteht nicht.








