PAPAIN ist ein Enzym aus der Klasse der Cysteinproteasen und wird in kosmetischen Rezepturen als Haar- und Hautkonditionierer sowie als antistatisch wirkendes Mittel eingesetzt. Die Substanz wird aus dem Latex der Papaya-Pflanze (Carica papaya) gewonnen und gehört damit zu den Wirkstoffen pflanzlicher Herkunft. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung sind die Funktionen Antistatisch, Haarkonditionierend und Hautkonditionierend ausgewiesen.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden PAPAIN drei Funktionsrollen zugeordnet. Als haarkonditionierender Wirkstoff wird es in Formulierungen eingesetzt, die auf die Beschaffenheit des Haares abzielen. Die hautkonditionierende Funktion beschreibt den Einsatz in Zubereitungen, die auf die Oberflächeneigenschaften der Haut einwirken sollen. Die antistatische Funktion bezeichnet die Eigenschaft, statische Aufladung an Haar oder Haut zu reduzieren, was in Haarpflegeprodukten eine relevante Rezeptureigenschaft darstellt.
Chemische Einordnung
PAPAIN gehört chemisch zur Klasse der Cysteinproteasen, also zu den proteolytischen Enzymen, deren katalytisches Zentrum einen Cysteinrest enthält. Als Protein ist die Substanz in wässrigen Medien löslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Rezepturen eingearbeitet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9001-73-4 sowie der EC-Nummer 232-627-2 registriert.
Vorkommen in Produkten
PAPAIN kommt bei uns in 8 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner COSING-Funktionen als Haar- und Hautkonditionierer findet sich der Wirkstoff typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen, Masken und Leave-in-Formulierungen sowie in Hautpflegezubereitungen. Die antistatische Funktion macht ihn besonders für Haarpflegeprodukte relevant, in denen die Kämmbarkeit und das Erscheinungsbild des Haares im Vordergrund stehen.
Regulatorischer Status in der EU
PAPAIN ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 für diesen Stoff. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Protein wird PAPAIN in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Enzyme wie Cysteinproteasen können gegenüber hohen Temperaturen und extremen pH-Werten empfindlich sein, was bei der Formulierung und Verarbeitung zu berücksichtigen ist. In kosmetischen Zubereitungen kommt der Wirkstoff häufig zusammen mit weiteren konditionierenden Substanzen vor.
Häufige Fragen
Was ist PAPAIN chemisch?
PAPAIN ist ein proteolytisches Enzym aus der Klasse der Cysteinproteasen, das aus dem Latex der Papaya-Pflanze (Carica papaya) gewonnen wird und in wässrigen Medien löslich ist.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Gemäß COSING-Klassifikation wird PAPAIN in kosmetischen Rezepturen als haarkonditionierender, hautkonditionierender und antistatischer Wirkstoff eingesetzt, vorrangig in Haarpflegeprodukten und Hautpflegezubereitungen.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, PAPAIN ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.










