ARGININE ist eine Aminosäure und wird in kosmetischen Rezepturen als haar- und hautkonditionierender sowie antistatischer Wirkstoff eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der proteinogenen Aminosäuren und ist aufgrund ihrer polaren Seitengruppe gut wasserlöslich. In der COSING-Klassifikation wird sie den Funktionen Antistatisch, Fragrance, Haarkonditionierend und Hautkonditionierend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation sind für ARGININE vier Funktionsrollen hinterlegt. Als haarkonditionierender Wirkstoff wird die Substanz in Haarpflegeprodukten eingesetzt, um die Verarbeitbarkeit der Haarfaser zu unterstützen. Die antistatische Funktion zielt darauf ab, elektrostatische Aufladung an Haar oder Haut zu reduzieren. Als hautkonditionierender Wirkstoff findet die Verbindung zudem in Hautpflegeprodukten Verwendung. Darüber hinaus ist die Funktion Fragrance in der COSING-Klassifikation vermerkt.
Chemische Einordnung
ARGININE gehört zur Klasse der proteinogenen, basischen Aminosäuren. Die Substanz trägt eine Guanidinium-Gruppe in der Seitenkette, die ihr einen basischen Charakter verleiht. Als Aminosäure ist sie gut wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Rezepturen eingearbeitet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 74-79-3 (freie Base) sowie 7200-25-1 registriert; die EC-Nummer lautet 200-811-1 bzw. 230-571-3.
Vorkommen in Produkten
ARGININE kommt bei uns in 50 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund ihrer Funktionsklassifikation als haarkonditionierender und antistatischer Wirkstoff findet sich die Substanz häufig in Haarpflegeprodukten wie Spülungen, Leave-in-Konditionierern und Haarmasken. Als hautkonditionierender Wirkstoff taucht sie darüber hinaus in Hautpflegeprodukten wie Cremes und Seren auf.
Regulatorischer Status in der EU
ARGININE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Substanz ist nicht als deklarationspflichtiges Duftallergen gemäß EU Anhang III eingestuft, sodass keine besonderen Kennzeichnungspflichten in dieser Hinsicht bestehen.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Aminosäure wird ARGININE in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Die basische Natur der Verbindung kann den pH-Wert einer Formulierung beeinflussen, weshalb bei der Rezepturentwicklung eine pH-Kontrolle üblich ist. In der Kosmetikindustrie wird die Substanz sowohl in Haar- als auch in Hautpflegeprodukten eingesetzt und gehört zur übergeordneten Wirkstoff-Rubrik der Haarpflege-Wirkstoffe.
Häufige Fragen
Was ist ARGININE chemisch?
ARGININE ist eine proteinogene, basische Aminosäure mit einer Guanidinium-Gruppe in der Seitenkette. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und gehört zu den natürlich vorkommenden Bausteinen von Proteinen.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird ARGININE in kosmetischen Rezepturen als haarkonditionierender, hautkonditionierender und antistatischer Wirkstoff eingesetzt; zusätzlich ist die Funktion Fragrance vermerkt.
Ist ARGININE in der EU zugelassen?
Ja, ARGININE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.









