Inositol ist ein cyclisches Polyol und wird in kosmetischen Rezepturen als Feuchtigkeitsspender, Haarkonditionierer und Antistatikum eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Cyclohexanpolyole und ist strukturell mit den Zuckeralkoholen verwandt. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung werden ihr die Funktionen Antistatisch, Haarkonditionierend und Feuchtigkeitsspendend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation erfüllt Inositol drei Funktionsrollen. Als Feuchtigkeitsspender zählt es zur Gruppe der Humektanzien, die in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingesetzt werden. In Haarpflegeprodukten wird die Verbindung als Haarkonditionierer eingesetzt, der die Kämmbarkeit und Griffigkeit des Haars beeinflusst. Die antistatische Funktion ist ebenfalls für Haarpflegeformulierungen relevant, da sie der elektrostatischen Aufladung des Haars entgegenwirken kann.
Chemische Einordnung
Inositol ist ein cyclisches Hexitol mit der Summenformel C₆H₁₂O₆ und gehört zur Klasse der Cyclohexanpolyole. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und damit typischerweise der wässrigen Phase einer kosmetischen Rezeptur zuzuordnen. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 87-89-8 sowie der EC-Nummer 201-781-2 registriert. Aufgrund seiner Polyolstruktur weist das Molekül mehrere Hydroxylgruppen auf, die für die Wechselwirkung mit Wasser charakteristisch sind.
Vorkommen in Produkten
Inositol kommt bei uns in 12 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionsklassifikation als Feuchtigkeitsspender und Haarkonditionierer findet sich die Substanz typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen, Leave-in-Konditionierern und Haarmasken sowie in feuchtigkeitsspendenden Hautpflegeprodukten wie Cremes und Seren. Die antistatische Funktion macht die Verbindung besonders für Haarpflegeformulierungen interessant.
Regulatorischer Status in der EU
Inositol ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist nicht als Duftallergen eingestuft und unterliegt daher keiner besonderen Deklarationspflicht nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polyol wird Inositol in der Rezepturpraxis typischerweise in der wässrigen Phase einer Formulierung eingearbeitet. Die Verbindung ist chemisch mit anderen Polyolen wie Glycerin oder Sorbitol vergleichbar und zeigt eine ähnliche Verträglichkeit in wässrigen Systemen. In Kombination mit weiteren Humektanzien kommt die Substanz in Rezepturen häufig in feuchtigkeitsspendenden Zubereitungen vor.
Häufige Fragen
Was ist Inositol chemisch?
Inositol ist ein cyclisches Hexitol und gehört zur Klasse der Cyclohexanpolyole mit der Summenformel C₆H₁₂O₆. Die Verbindung ist strukturell mit den Zuckeralkoholen verwandt und zeichnet sich durch mehrere Hydroxylgruppen aus.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
In der COSING-Klassifikation wird Inositol den Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Haarkonditionierend und Antistatisch zugeordnet. Es wird entsprechend in Haarpflege- und Hautpflegeprodukten eingesetzt.
Ist es in der EU zugelassen?
Inositol ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.