Urea

INCI: UREA
Antistatisch, pH-Puffer, Feuchtigkeitsspendend, Hautkonditionierend
Function (EN)
ANTISTATIC, BUFFERING, HUMECTANT, SKIN CONDITIONING
CAS-Nr.
57-13-6
EC-Nr.
200-315-5
EU-Status
Frei verwendbar
In Produkten
61
Popularität
Platz 138

UREA ist eine organische Stickstoffverbindung aus der Klasse der Carbamide und wird in kosmetischen Rezepturen als Feuchtigkeitsspender und Hautkonditionierer eingesetzt. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung werden dem Stoff die Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Hautkonditionierend, pH-Puffer sowie Antistatisch zugeordnet. Die Verbindung zählt zu den in der kosmetischen Industrie etablierten Inhaltsstoffen.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In der COSING-Klassifikation werden UREA vier Funktionsrollen zugeordnet. Als feuchtigkeitsspendender Wirkstoff gehört die Substanz zur Gruppe der Humektantien, die in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingesetzt werden. In der Rolle als Hautkonditionierer verbessert die Verbindung die sensorischen Eigenschaften der Formulierung auf der Hautoberfläche. Als pH-Puffer trägt das Molekül zur Stabilisierung des pH-Werts einer kosmetischen Zubereitung bei. Die antistatische Funktion ist für Formulierungen relevant, bei denen elektrostatische Aufladung eine Rolle spielt.

Chemische Einordnung

UREA gehört chemisch zur Klasse der Carbamide; es handelt sich um das Diamid der Kohlensäure mit der Summenformel CH₄N₂O. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Rezepturen eingearbeitet. In Fettölen und unpolaren Lösungsmitteln ist die Löslichkeit deutlich geringer. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 57-13-6 sowie der EC-Nummer 200-315-5 registriert.

Vorkommen in Produkten

UREA kommt bei uns in 61 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Feuchtigkeitsspender und Hautkonditionierer findet sich der Wirkstoff typischerweise in Körperlotionen, Cremes, Seren und Handpflegeprodukten. Auch in Haarpflegeformulierungen wird die Substanz eingesetzt, was mit der zugeordneten antistatischen Funktion in Zusammenhang steht.

Regulatorischer Status in der EU

UREA ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur (COSING) und in kosmetischen Produkten, die im europäischen Markt in Verkehr gebracht werden, ohne spezifische Mengenbegrenzung einsetzbar.

Was gut zu wissen ist

Als gut wasserlösliche Verbindung wird UREA in der Rezepturpraxis üblicherweise in der wässrigen Phase einer Emulsion oder wässrigen Zubereitung gelöst. Bei der Formulierung ist zu beachten, dass Urea in stark alkalischen oder sauren Umgebungen zur Hydrolyse neigen kann, was bei der pH-Einstellung der Gesamtrezeptur berücksichtigt werden sollte. Die Substanz ist synthetisch herstellbar und kommt in dieser Form in der kosmetischen Industrie zum Einsatz.

Häufige Fragen

Was ist Urea chemisch?

Urea ist das Diamid der Kohlensäure (Summenformel CH₄N₂O) und gehört zur chemischen Klasse der Carbamide. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und weist einen polaren Molekülcharakter auf.

Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?

In der COSING-Klassifikation werden UREA die Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Hautkonditionierend, pH-Puffer und Antistatisch zugeordnet. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz daher vor allem in feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Formulierungen eingesetzt.

Ist Urea in der EU zugelassen?

Ja, UREA ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 keinen besonderen Beschränkungen oder Mengenbegrenzungen.

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