Sodium PCA ist das Natriumsalz der Pyrrolidoncarbonsäure (PCA) und gehört chemisch zur Klasse der Aminosäurederivate. In kosmetischen Rezepturen wird die Verbindung nach der COSING-Klassifikation den Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Hautkonditionierend, Haarkonditionierend und Antistatisch zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Sodium PCA wird in der COSING-Klassifikation vier Funktionsrollen zugeordnet. Als feuchtigkeitsspendender Wirkstoff zählt es zur Gruppe der Humektanzien, die in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingesetzt werden. Die hautkonditionierende Funktion beschreibt die Einflussnahme auf das Erscheinungsbild der Haut auf Rezepturebene. Die haarkonditionierende sowie die antistatische Funktion machen die Substanz darüber hinaus für Haarpflegeformulierungen relevant.
Chemische Einordnung
Sodium PCA ist das Natriumsalz der L-Pyrrolidoncarbonsäure, einem zyklischen Derivat der Aminosäure Glutaminsäure. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Zubereitungen eingearbeitet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 28874-51-3 sowie der EC-Nummer 249-277-1 registriert.
Vorkommen in Produkten
Sodium PCA kommt bei uns in 70 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden und hautkonditionierenden Funktion findet es sich typischerweise in Cremes, Lotionen, Seren und Tonika. Die haarkonditionierende und antistatische Funktion erklärt das Vorkommen in Haarspülungen, Leave-in-Conditionern und Haarpflegeprodukten.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium PCA ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Es unterliegt keinen besonderen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Verbindung wird Sodium PCA in der Regel in der wässrigen Phase einer Emulsion oder wässrigen Zubereitung eingearbeitet. In der Rezepturentwicklung ist die Kompatibilität mit anderen wasserlöslichen Inhaltsstoffen der wässrigen Phase zu berücksichtigen. Die Substanz kommt in kosmetischen Formulierungen häufig zusammen mit weiteren Humektanzien wie Glycerin oder Hyaluronsäure vor.
Häufige Fragen
Was ist Sodium PCA chemisch?
Sodium PCA ist das Natriumsalz der Pyrrolidoncarbonsäure, einem zyklischen Derivat der Aminosäure Glutaminsäure, und gehört zur Klasse der Aminosäurederivate.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Sodium PCA wird nach COSING als feuchtigkeitsspendender, hautkonditionierender, haarkonditionierender und antistatischer Wirkstoff klassifiziert und entsprechend in Haut- sowie Haarpflegeformulierungen eingesetzt.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, Sodium PCA ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.