BETAINE ist eine zwitterionische, quartäre Ammoniumverbindung und wird in kosmetischen Rezepturen als Feuchtigkeitsspender, Haarkonditionierer und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Aminosäurederivate und kommt in der Natur unter anderem in Zuckerrüben vor. In der COSING-Klassifikation werden ihr mehrere Funktionsrollen zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
BETAINE wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Hautkonditionierend, Haarkonditionierend, Antistatisch und Viskositätsregler zugeordnet. Als Feuchtigkeitsspender und Hautkonditionierer unterstützt es die Wasserretention in der Formulierung. In Haarpflegeprodukten wirkt es konditionierend und antistatisch, was auf seine zwitterionische Ladungsstruktur zurückzuführen ist. Als Viskositätsregler beeinflusst es die Fließeigenschaften wässriger Zubereitungen.
Chemische Einordnung
BETAINE (Trimethylglycin) ist ein natürlich vorkommendes Aminosäurederivat mit zwitterionischer Struktur: Es trägt gleichzeitig eine positiv geladene quartäre Ammoniumgruppe und eine negativ geladene Carboxylatgruppe. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und weist einen amphiphilen Molekülcharakter auf. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 107-43-7 sowie der EC-Nummer 203-490-6 registriert.
Vorkommen in Produkten
BETAINE kommt bei uns in 73 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionsrollen als Feuchtigkeitsspender und Hautkonditionierer findet es sich typischerweise in Gesichtscremes, Seren und Körperlotionen. Wegen seiner haarkonditionierenden und antistatischen Eigenschaften ist es zudem in Shampoos, Spülungen und Leave-in-Haarpflegeprodukten verbreitet. Als Viskositätsregler taucht es auch in Duschgelen und anderen tensidbasierten Zubereitungen auf.
Regulatorischer Status in der EU
BETAINE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Es ist nicht als Duftallergen eingestuft und unterliegt daher keiner besonderen Deklarationspflicht nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung.
Was gut zu wissen ist
Als gut wasserlösliche Verbindung wird BETAINE in Rezepturen typischerweise in der wässrigen Phase eingearbeitet. Seine zwitterionische Struktur verleiht ihm eine gewisse Kompatibilität mit verschiedenen Tensidklassen, was es in tensidbasierten Formulierungen wie Shampoos und Duschgelen zu einem häufig verwendeten Bestandteil macht. Die Substanz ist unter ihrem INCI-Namen BETAINE in der Inhaltsstoffliste deklarationspflichtig.
Häufige Fragen
Was ist BETAINE chemisch?
BETAINE ist ein natürlich vorkommendes Aminosäurederivat (Trimethylglycin) mit zwitterionischer Struktur, das sowohl eine quartäre Ammoniumgruppe als auch eine Carboxylatgruppe trägt und gut wasserlöslich ist.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird BETAINE in kosmetischen Rezepturen als Feuchtigkeitsspender, Haut- und Haarkonditionierer, antistatischer Wirkstoff sowie als Viskositätsregler eingesetzt.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, BETAINE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.





