GLYCOL ist ein zweiwertiger Alkohol (Diol) und wird in kosmetischen Rezepturen als Feuchtigkeitsspender, Lösungsmittel und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Glykole und zeichnet sich durch ihre ausgeprägte Wasserlöslichkeit aus. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung werden ihr drei Funktionsrollen zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
GLYCOL wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Feuchtigkeitsspendend, Lösungsmittel und Viskositätsregler zugeordnet. Als feuchtigkeitsspendende Substanz ist es in der Lage, Wasser in der Rezeptur zu binden. In seiner Rolle als Lösungsmittel unterstützt es die Einarbeitung anderer Inhaltsstoffe in die Formulierung. Als Viskositätsregler beeinflusst es die Fließeigenschaften und Konsistenz kosmetischer Zubereitungen.
Chemische Einordnung
GLYCOL gehört zur chemischen Klasse der Diole (zweiwertige Alkohole) und besitzt die kleinste Molekülstruktur innerhalb der Glykolgruppe. Die Verbindung ist vollständig wasserlöslich und weist aufgrund ihrer zwei Hydroxylgruppen eine hohe Affinität zu polaren Lösungsmitteln auf. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 107-21-1 sowie der EC-Nummer 203-473-3 registriert.
Vorkommen in Produkten
GLYCOL kommt bei uns in 8 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionsrollen als Feuchtigkeitsspender und Lösungsmittel findet es sich typischerweise in wässrigen Formulierungen wie Lotionen, Cremes und Seren. Als Viskositätsregler ist es darüber hinaus in Produkten anzutreffen, bei denen die Textur und Fließfähigkeit der Zubereitung gezielt eingestellt werden soll.
Regulatorischer Status in der EU
GLYCOL ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten auf dem europäischen Markt zugelassen.
Was gut zu wissen ist
Als vollständig wasserlösliche Verbindung wird GLYCOL in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Wasserlösliche Wirkstoffe dieser Klasse sind typischerweise gut mit anderen polaren Inhaltsstoffen der wässrigen Phase kombinierbar. Bei der Rezepturgestaltung ist die Funktion als Viskositätsregler zu berücksichtigen, da die Substanz die rheologischen Eigenschaften der Gesamtformulierung beeinflussen kann.
Häufige Fragen
Was ist GLYCOL chemisch?
GLYCOL ist ein zweiwertiger Alkohol (Diol) mit der CAS-Nummer 107-21-1. Es gehört zur chemischen Klasse der Glykole und ist die strukturell einfachste Verbindung dieser Gruppe.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation erfüllt GLYCOL in kosmetischen Rezepturen drei Funktionen: Es wirkt feuchtigkeitsspendend, dient als Lösungsmittel für andere Inhaltsstoffe und reguliert die Viskosität der Formulierung.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, GLYCOL ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Kennzeichnungspflicht besteht nicht.