GLYCERYL LAURATE ist ein Ester aus Glycerin und Laurinsäure und gehört chemisch zur Klasse der Monoglyceride. In kosmetischen Rezepturen wird die Verbindung nach der COSING-Klassifikation den Funktionen Hautkonditionierung (rückfettend) sowie Emulgieren zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation sind für GLYCERYL LAURATE zwei Funktionsrollen ausgewiesen. Als rückfettende Substanz trägt der Wirkstoff zur Lipidversorgung der Rezeptur bei und unterstützt die Barriereeigenschaften kosmetischer Zubereitungen auf formulierungstechnischer Ebene. Als Emulgator ermöglicht die Verbindung die Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen, indem sie an der Grenzfläche zwischen wässriger Phase und Ölphase wirkt.
Chemische Einordnung
GLYCERYL LAURATE gehört zur Gruppe der Monoglyceride und ist ein Ester aus dem dreiwertigen Alkohol Glycerin und der gesättigten C12-Fettsäure Laurinsäure. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 27215-38-4 und 142-18-7 sowie den EC-Nummern 248-337-4 und 205-526-6 registriert. Aufgrund seiner amphiphilen Molekülstruktur — mit einem hydrophilen Glycerinanteil und einem lipophilen Fettsäurerest — ist das Molekül grenzflächenaktiv und weist eine begrenzte Wasserlöslichkeit auf.
Vorkommen in Produkten
GLYCERYL LAURATE kommt bei uns in 12 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden und rückfettenden Funktion findet die Substanz typischerweise Verwendung in Emulsionen wie Cremes und Lotionen sowie in Reinigungsprodukten und Körperpflegezubereitungen, in denen eine Stabilisierung der Wasser-Öl-Phase oder eine Lipidergänzung der Formulierung angestrebt wird.
Regulatorischer Status in der EU
GLYCERYL LAURATE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur (COSING) und in kosmetischen Produkten, die im europäischen Markt in Verkehr gebracht werden, ohne besondere Zulassungsanforderungen einsetzbar.
Was gut zu wissen ist
Als Monoglycerid mit amphiphilem Charakter wird GLYCERYL LAURATE in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase oder an der Grenzfläche einer Emulsion eingearbeitet. Wasserlösliche Komponenten einer Rezeptur werden dagegen üblicherweise in der wässrigen Phase verarbeitet. Die Verbindung ist chemisch mit anderen Fettsäureestern und Emulgatoren kompatibel, wie sie in kosmetischen Standardformulierungen üblich sind.
Häufige Fragen
Was ist Glyceryl Laurate chemisch?
GLYCERYL LAURATE ist ein Monoglycerid — ein Ester aus Glycerin und Laurinsäure (C12). Die Verbindung gehört zur Klasse der Fettsäureester und besitzt eine amphiphile Molekülstruktur mit hydrophilem und lipophilem Anteil.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation erfüllt GLYCERYL LAURATE zwei Funktionen: Es wirkt als Emulgator zur Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen und als rückfettende Substanz im Rahmen der Hautkonditionierung in kosmetischen Zubereitungen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, GLYCERYL LAURATE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.


