DIISOPROPYL ADIPATE ist ein synthetischer Diester der Adipinsäure und gehört chemisch zur Klasse der aliphatischen Carbonsäureester. In kosmetischen Rezepturen wird die Verbindung nach der COSING-Klassifikation den Funktionen Weichmacher, Lösungsmittel, Hautkonditionierung sowie rückfettende Hautkonditionierung zugeordnet und tritt darüber hinaus als Duftstoffkomponente auf.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden DIISOPROPYL ADIPATE fünf Funktionsrollen zugewiesen. Als Weichmacher verbessert der Ester die Textur und Geschmeidigkeit von Formulierungen. In seiner Rolle als Lösungsmittel unterstützt er die Einarbeitung anderer lipophiler Rezepturbestandteile. Die hautkonditionierende und rückfettende Funktion ordnet die Substanz der Gruppe der Emollientien zu, die in der Kosmetikindustrie zur Verbesserung der Oberflächeneigenschaften von Zubereitungen eingesetzt werden. Zusätzlich ist die Verbindung als Fragrance-Komponente klassifiziert.
Chemische Einordnung
Die Substanz ist der Diisopropylester der Adipinsäure (Hexandisäure) und gehört zur Klasse der aliphatischen Diester. Sie ist unter der CAS-Nummer 6938-94-9 sowie der EC-Nummer 230-072-0 registriert. Diester dieser Klasse weisen typischerweise eine ausgeprägte Lipophilie auf und sind in der Ölphase kosmetischer Emulsionen löslich, während ihre Wasserlöslichkeit gering ist. Das Molekül ist durch eine niedrige Viskosität und gute Spreiteigenschaften charakterisiert.
Vorkommen in Produkten
DIISOPROPYL ADIPATE kommt bei uns in 9 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Emollient und Weichmacher findet sich die Verbindung typischerweise in Produkten der Ölphase, etwa in Körperlotionen, Cremes und Körperölen. Als Lösungsmittel für lipophile Inhaltsstoffe wird der Ester auch in Seren und dekorativen Kosmetikformulierungen eingesetzt.
Regulatorischer Status in der EU
DIISOPROPYL ADIPATE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diese Substanz nicht.
Was gut zu wissen ist
Als lipophiler Ester wird DIISOPROPYL ADIPATE in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase einer Wasser-Öl- oder Öl-Wasser-Emulsion eingearbeitet. Die Substanz gilt in der Formulierungstechnik als verträglicher Bestandteil der Ölphase und kann in Kombination mit anderen Esterölen oder Fettalkoholen in Rezepturen vorkommen. Ihre vergleichsweise niedrige Viskosität beeinflusst die sensorischen Eigenschaften der fertigen Zubereitung.
Häufige Fragen
Was ist Diisopropyl Adipate chemisch?
DIISOPROPYL ADIPATE ist der Diisopropylester der Adipinsäure und gehört zur Klasse der aliphatischen Dicarbonsäureester. Es handelt sich um eine synthetisch hergestellte, lipophile Verbindung.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Verbindung wird in kosmetischen Rezepturen als Weichmacher, Lösungsmittel, hautkonditionierender und rückfettender Wirkstoff sowie als Fragrance-Komponente eingesetzt — entsprechend der COSING-Klassifikation.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, DIISOPROPYL ADIPATE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.