ASPARTIC ACID ist eine aliphatische Dicarboxyl-Aminosäure und wird in kosmetischen Rezepturen als haar- und hautkonditionierender sowie antistatischer Wirkstoff eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Gruppe der proteinogenen Aminosäuren und ist sowohl in natürlichen Quellen als auch synthetisch zugänglich. In der COSING-Klassifikation wird ihr die Funktion Antistatisch, Fragrance, Haarkonditionierend und Hautkonditionierend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden ASPARTIC ACID vier Funktionsrollen zugeordnet. Als haarkonditionierender Wirkstoff wird die Substanz in Formulierungen eingesetzt, die auf die Beschaffenheit des Haares abzielen. Die hautkonditionierende Funktion beschreibt die Rolle in Zubereitungen für die Hautoberfläche. Die antistatische Funktion ist für Haar- und Körperpflegeprodukte relevant, da sie elektrostatische Aufladung in Rezepturen adressiert. Darüber hinaus ist die Verbindung der Funktion Fragrance zugeordnet.
Chemische Einordnung
ASPARTIC ACID gehört zur Klasse der Aminosäuren, genauer zu den aliphatischen Dicarbonsäure-Aminosäuren. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 56-84-8 (L-Form) und 617-45-8 (D,L-Form) sowie der EC-Nummer 200-291-6 registriert. Als Aminosäure ist die Verbindung in wässrigen Medien löslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Emulsionen eingearbeitet. Das Molekül trägt sowohl eine Amino- als auch zwei Carboxylgruppen.
Vorkommen in Produkten
Die Substanz kommt bei uns in 6 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund ihrer haar- und hautkonditionierenden sowie antistatischen COSING-Funktionen findet sie sich typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen, Leave-in-Konditionierern und Haarmasken sowie in Hautpflegezubereitungen wie Cremes und Seren. Die Zuordnung zur Funktion Fragrance lässt zudem ein Vorkommen in parfümierten Formulierungen erwarten.
Regulatorischer Status in der EU
ASPARTIC ACID ist in der Europäischen Union als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diesen Stoff nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Aminosäure wird ASPARTIC ACID in der Rezepturpraxis üblicherweise in der wässrigen Phase einer Formulierung eingearbeitet. Die Verbindung ist mit einem breiten Spektrum kosmetischer Rohstoffe kompatibel, die ebenfalls in der wässrigen Phase verarbeitet werden. Bei der Formulierung ist der pH-Wert der Gesamtrezeptur zu berücksichtigen, da Aminosäuren als amphotere Verbindungen sowohl als Säure als auch als Base reagieren können.
Häufige Fragen
Was ist Aspartic Acid chemisch?
ASPARTIC ACID ist eine aliphatische, proteinogene Aminosäure mit zwei Carboxylgruppen und einer Aminogruppe. Sie gehört zur Klasse der Dicarbonsäure-Aminosäuren und ist in wässrigen Medien löslich.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird ASPARTIC ACID in kosmetischen Rezepturen als haar- und hautkonditionierender sowie antistatischer Wirkstoff eingesetzt. Darüber hinaus ist die Verbindung der Funktion Fragrance zugeordnet.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, ASPARTIC ACID ist in der Europäischen Union als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine besonderen Einschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.
