ALANINE ist eine aliphatische Aminosäure und wird in kosmetischen Rezepturen als haar- und hautkonditionierender sowie antistatischer Wirkstoff eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der α-Aminosäuren und ist in der COSING-Klassifikation den Funktionen Antistatisch, Fragrance, Haarkonditionierend und Hautkonditionierend zugeordnet. In der internen Wirkstoff-Rubrik von kosmetiker.net wird sie den Haarpflege-Wirkstoffen zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation sind für ALANINE vier Funktionsrollen ausgewiesen. Als haarkonditionierender Wirkstoff verbessert die Substanz die Verarbeitbarkeit und das Erscheinungsbild des Haars auf Rezepturebene. In der Funktion Hautkonditionierend trägt sie zur Aufrechterhaltung des Hautzustands in der Formulierung bei. Die antistatische Funktion beschreibt die Fähigkeit, elektrostatische Aufladung an Haar oder Haut in einer Zubereitung zu reduzieren. Darüber hinaus ist die Verbindung der Funktion Fragrance zugeordnet.
Chemische Einordnung
ALANINE gehört zur Klasse der α-Aminosäuren; sie trägt eine Aminogruppe und eine Carboxylgruppe an einem zentralen Kohlenstoffatom. Als Aminosäure ist die Verbindung gut wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Rezepturen eingearbeitet. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 302-72-7 (DL-Form) und 56-41-7 (L-Form) sowie den EC-Nummern 206-126-4 und 200-273-8 registriert.
Vorkommen in Produkten
ALANINE kommt bei uns in 15 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund der COSING-Funktionen Haarkonditionierend und Hautkonditionierend findet sich die Substanz typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen und Leave-in-Formulierungen sowie in Hautpflegepräparaten wie Cremes und Seren. Die antistatische Funktion macht sie zudem für Haarstyling-Zubereitungen relevant.
Regulatorischer Status in der EU
ALANINE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen gemäß EU-Anhang III besteht für diesen Stoff nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Aminosäure wird ALANINE in der Rezepturpraxis üblicherweise in der wässrigen Phase einer Emulsion oder wässrigen Zubereitung gelöst. Aminosäuren dieser Klasse sind amphoter, das heißt, sie können je nach pH-Wert der Formulierung als Säure oder Base reagieren, was bei der Rezepturentwicklung zu berücksichtigen ist. In kosmetischen Zubereitungen kommt die Verbindung häufig zusammen mit weiteren Aminosäuren oder konditionierenden Wirkstoffen vor.
Häufige Fragen
Was ist Alanine chemisch?
ALANINE ist eine aliphatische α-Aminosäure mit einer Amino- und einer Carboxylgruppe. Sie liegt in kosmetischen Rohstoffen als DL- oder L-Form vor und ist gut wasserlöslich.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird ALANINE in kosmetischen Rezepturen als haarkonditionierender, hautkonditionierender und antistatischer Wirkstoff sowie in der Funktion Fragrance eingesetzt.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, ALANINE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
