Triethanolamine

INCI: TRIETHANOLAMINE
pH-Puffer, Fragrance, Reinigend, Emulgierend
Function (EN)
BUFFERING, FRAGRANCE, SURFACTANT - CLEANSING, SURFACTANT - EMULSIFYING
CAS-Nr.
102-71-6
EC-Nr.
203-049-8
EU-Status
Eingeschränkt (siehe Anhang)
In Produkten
58
Popularität
Platz 149

Triethanolamine ist ein tertiäres Alkanolamin und wird in kosmetischen Rezepturen als pH-Puffer, Emulgator, Reinigungsmittel sowie als Duftstoffkomponente eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Aminoalkohole und vereint sowohl basische als auch hydroxylgruppentragende Eigenschaften in einem Molekül. In der COSING-Klassifikation wird ihr die Funktion pH-Puffer, Fragrance, Reinigend und Emulgierend zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In kosmetischen Zubereitungen erfüllt Triethanolamine mehrere Funktionsrollen. Als pH-Puffer dient es der Einstellung und Stabilisierung des pH-Werts einer Rezeptur. In seiner emulgierenden Funktion unterstützt es die Bildung stabiler Wasser-Öl-Emulsionen, insbesondere in Kombination mit Fettsäuren, mit denen es Seifen bilden kann. Darüber hinaus wird es der Funktion Reinigend sowie Fragrance zugeordnet, was seinen breiten Einsatz in unterschiedlichen Produktkategorien erklärt.

Chemische Einordnung

Triethanolamine (auch: Tris(2-hydroxyethyl)amin) gehört zur chemischen Klasse der Aminoalkohole, genauer der tertiären Alkanolamine. Das Molekül ist gut wasserlöslich und weist einen basischen Charakter auf, der es zur pH-Regulierung in wässrigen Systemen geeignet macht. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 102-71-6 sowie der EC-Nummer 203-049-8 registriert.

Vorkommen in Produkten

Triethanolamine kommt bei uns in 58 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden und pH-puffernden Eigenschaften findet es sich typischerweise in Emulsionen wie Cremes und Lotionen, aber auch in Reinigungsprodukten wie Reinigungsgelen und -schäumen sowie in Produkten, bei denen eine gezielte pH-Einstellung der Rezeptur erforderlich ist.

Regulatorischer Status in der EU

Triethanolamine unterliegt in der EU einer Einschränkung gemäß Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Kosmetische Hersteller und Formulierer sind verpflichtet, die dort festgelegten Bedingungen und Höchstmengen einzuhalten. Für den konkreten Anwendungsfall sind die jeweils aktuellen Anhang-Einträge der Verordnung maßgeblich.

Was gut zu wissen ist

Als gut wasserlösliche Verbindung wird Triethanolamine typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Bei der Formulierung ist zu beachten, dass die Substanz mit Fettsäuren Seifen (Triethanolamin-Seifen) bilden kann, was bei der Emulgatorauswahl und der Rezepturgestaltung berücksichtigt werden sollte. Aufgrund des eingeschränkten EU-Status ist eine sorgfältige Konformitätsprüfung anhand des aktuellen Anhangs der Kosmetikverordnung erforderlich.

Häufige Fragen

Was ist Triethanolamine chemisch?

Triethanolamine ist ein tertiäres Alkanolamin (Aminoalkohol) mit der Summenformel N(CH₂CH₂OH)₃. Das Molekül ist gut wasserlöslich und weist basische Eigenschaften auf.

Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?

Laut COSING-Klassifikation wird Triethanolamine in kosmetischen Rezepturen als pH-Puffer, Emulgator, Reinigungsmittel und Duftstoffkomponente (Fragrance) eingesetzt.

Ist es in der EU zugelassen?

Triethanolamine ist in der EU kosmetisch verwendbar, unterliegt jedoch einer Einschränkung gemäß Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die dort festgelegten Bedingungen sind bei der Formulierung verbindlich einzuhalten.

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