COCAMIDE MEA ist ein Fettsäureamid, das aus den Fettsäuren des Kokosnussöls und Monoethanolamin gewonnen wird, und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Tensid und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Alkanolamide und ist in der COSING-Klassifikation mehreren Funktionskategorien zugeordnet. In der kosmetischen Industrie findet sie vor allem in tensidbasierten Zubereitungen Verwendung.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
COCAMIDE MEA wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Emulgierend, Emulsionsstabilisierend, Reinigend, Tensid und Viskositätsregler zugeordnet. Als Emulgator und Emulsionsstabilisator unterstützt es die Bildung und Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen. In seiner Funktion als Tensid trägt es zur Grenzflächenaktivität in Reinigungsformulierungen bei. Darüber hinaus wird die Substanz eingesetzt, um die Viskosität wässriger Tensidrezepturen zu regulieren.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur chemischen Klasse der Fettsäurealkanolamide, genauer der Monoethanolamide von Kokosfettsäuren. Alkanolamide dieser Klasse sind in Wasser begrenzt löslich und weisen einen amphiphilen Molekülcharakter auf, der ihre grenzflächenaktiven Eigenschaften begründet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 68140-00-1 sowie der EC-Nummer 268-770-2 registriert.
Vorkommen in Produkten
COCAMIDE MEA kommt bei uns in 80 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner tensidischen und viskositätsregelnden Funktion tritt es typischerweise in Shampoos, Duschgelen, Schaumbädern und anderen tensidbasierten Reinigungsprodukten auf. Auch in Emulsionen, bei denen eine Stabilisierung der Phasengrenze erforderlich ist, findet die Substanz Verwendung.
Regulatorischer Status in der EU
COCAMIDE MEA ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diesen Stoff nicht. Die Substanz ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur (COSING).
Was gut zu wissen ist
Als Fettsäurealkanolamid mit amphiphilem Charakter wird COCAMIDE MEA in der Regel in der wässrigen Phase tensidbasierter Rezepturen eingearbeitet. In Formulierungen kommt die Substanz häufig zusammen mit anderen anionischen oder nichtionischen Tensiden vor. Die Viskositätsregulierung durch Alkanolamide dieser Klasse ist ein in der Rezepturentwicklung etabliertes Prinzip und beeinflusst die Textur der fertigen Zubereitung.
Häufige Fragen
Was ist COCAMIDE MEA chemisch?
COCAMIDE MEA ist ein Fettsäurealkanolamid, das durch Kondensation von Kokosfettsäuren mit Monoethanolamin entsteht. Es gehört zur chemischen Klasse der Monoethanolamide und besitzt einen amphiphilen Molekülcharakter.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Emulsionsstabilisator, Tensid, Reinigungsmittel und Viskositätsregler eingesetzt. Diese Funktionen entsprechen der COSING-Klassifikation des Stoffs.
Ist COCAMIDE MEA in der EU zugelassen?
Ja, COCAMIDE MEA ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Kennzeichnungspflicht als Duftallergen besteht nicht.












