Stearamidopropyl Dimethylamine

INCI: STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE
Antistatisch, Haarkonditionierend, Reinigend, Emulgierend
Function (EN)
ANTISTATIC, HAIR CONDITIONING, SURFACTANT - CLEANSING, SURFACTANT - EMULSIFYING
CAS-Nr.
7651-02-7
EC-Nr.
231-609-1
EU-Status
Frei verwendbar
In Produkten
39
Popularität
Platz 200

STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE ist ein kationisches Tensid aus der Klasse der Fettsäureamid-Amine und wird in kosmetischen Rezepturen als Haarkonditionierer, Antistatikum, Emulgator und Reinigungsmittel eingesetzt. Die Verbindung leitet sich von der Stearinsäure ab und trägt eine tertiäre Aminogruppe, die ihr den kationischen Charakter verleiht. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung wird der Wirkstoff den Funktionen Antistatisch, Haarkonditionierend, Reinigend und Emulgierend zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In der COSING-Klassifikation werden STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE vier Funktionsrollen zugeordnet. Als haarkonditionierende Substanz verbessert die Verbindung die Verarbeitbarkeit von Haarformulierungen auf physikalisch-chemischer Ebene. Die antistatische Funktion beruht auf der kationischen Ladung des Moleküls, die elektrostatische Aufladung an Haaroberflächen reduziert. Als Emulgator unterstützt die Substanz die Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen. Die reinigende Funktion ist auf die tensidischen Eigenschaften der Verbindung zurückzuführen.

Chemische Einordnung

STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE gehört chemisch zur Klasse der Fettsäureamid-Amine. Das Molekül besteht aus einem C18-Fettsäurerest (Stearinsäure), der über eine Amidgruppe mit einer Propylkette verbunden ist, an deren Ende eine tertiäre Dimethylaminogruppe sitzt. Diese Struktur verleiht der Verbindung einen lipophilen Charakter mit kationischer Funktionalität. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 7651-02-7 und der EC-Nummer 231-609-1 registriert.

Vorkommen in Produkten

STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE kommt bei uns in 39 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner haarkonditionierenden und antistatischen Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen, Leave-in-Konditionierern und Haarkuren. Die emulgierende Eigenschaft macht die Substanz darüber hinaus für Emulsionen verschiedener Art relevant, die in der wässrigen und fetthaltigen Phase formuliert werden.

Regulatorischer Status in der EU

STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diese Substanz nicht.

Was gut zu wissen ist

Als kationisches Tensid mit ausgeprägtem lipophilem Charakter wird diese Verbindung in Rezepturen typischerweise in der Ölphase oder in einem geeigneten Lösungsmittel vorgelöst, bevor sie in die Gesamtformulierung eingearbeitet wird. Kationische Tenside sind in der Regel nicht mit anionischen Tensiden in derselben Formulierung kombinierbar, da es zu Wechselwirkungen und Ausfällungen kommen kann — ein Aspekt, der bei der Rezepturentwicklung zu berücksichtigen ist.

Häufige Fragen

Was ist Stearamidopropyl Dimethylamine chemisch?

Es handelt sich um ein Fettsäureamid-Amin, das sich von der Stearinsäure ableitet und eine tertiäre Dimethylaminogruppe trägt. Diese Struktur verleiht der Verbindung einen kationischen Charakter.

Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?

Gemäß COSING-Klassifikation wird der Wirkstoff als Haarkonditionierer, Antistatikum, Emulgator und Reinigungsmittel in kosmetischen Rezepturen eingesetzt. Er findet sich vor allem in Haarpflegeprodukten.

Ist er in der EU zugelassen?

Ja, STEARAMIDOPROPYL DIMETHYLAMINE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.

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