Sodium Stearoyl Lactylate ist ein anionisches Tensid, das chemisch aus der Veresterung von Stearinsäure mit Milchsäure und anschließender Neutralisation mit Natriumhydroxid hervorgeht. In der COSING-Klassifikation wird die Substanz der Funktion Emulgierend zugeordnet und gehört zur übergeordneten Wirkstoff-Rubrik der Emulgatoren.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Sodium Stearoyl Lactylate wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator eingesetzt. Emulgatoren ermöglichen die Bildung und Stabilisierung von Wasser-Öl- oder Öl-Wasser-Emulsionen, indem sie die Grenzflächenspannung zwischen wässriger Phase und Ölphase herabsetzen. Durch seinen amphiphilen Molekülcharakter — ein hydrophober Stearinsäurerest und ein hydrophiler Lactylatanteil — kann der Wirkstoff an der Phasengrenze beider Phasen wirken und so stabile Emulsionen unterstützen.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Acyllactylate und ist ein Natriumsalz eines Stearinsäure-Milchsäure-Esters. Sie weist einen amphiphilen Charakter auf: Der langkettige Fettsäurerest verleiht ihr lipophile Eigenschaften, während der Lactylatanteil für Hydrophilie sorgt. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 25383-99-7 und 18200-72-1 sowie den EC-Nummern 246-929-7 und 242-090-6 registriert.
Vorkommen in Produkten
Sodium Stearoyl Lactylate kommt bei uns in 17 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Emulsionen wie Cremes und Lotionen, in denen eine stabile Verbindung von wässriger Phase und Ölphase erforderlich ist. Auch in Körperpflegeprodukten und Gesichtspflegeformulierungen wird die Substanz eingesetzt.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Stearoyl Lactylate ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Der Stoff unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 und ist in kosmetischen Produkten, die im EU-Markt in Verkehr gebracht werden, ohne besondere Zulassungsvoraussetzungen einsetzbar.
Was gut zu wissen ist
Als amphiphile Verbindung mit einem hydrophoben Fettsäureanteil wird Sodium Stearoyl Lactylate in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase oder an der Phasengrenze einer Emulsion eingearbeitet. Da es sich um ein Natriumsalz handelt, ist die Substanz in wässrigen Systemen ionisch und kann mit anderen geladenen Inhaltsstoffen einer Rezeptur wechselwirken — ein Aspekt, der bei der Formulierungsentwicklung zu berücksichtigen ist.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Stearoyl Lactylate chemisch?
Es handelt sich um ein Natriumsalz eines Stearinsäure-Milchsäure-Esters und gehört zur chemischen Klasse der Acyllactylate. Die Verbindung ist amphiphil aufgebaut, mit einem lipophilen Stearinsäurerest und einem hydrophilen Lactylatanteil.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Sodium Stearoyl Lactylate wird in der COSING-Klassifikation der Funktion Emulgierend zugeordnet und dient in kosmetischen Rezepturen dazu, Wasser-Öl-Emulsionen zu bilden und zu stabilisieren.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, Sodium Stearoyl Lactylate ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.