Sodium Silicate ist ein anorganisches Natriumsalz der Kieselsäure und wird in kosmetischen Rezepturen als Korrosionsschutz und pH-Puffer eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Silikate und zeichnet sich durch einen stark alkalischen Charakter in wässriger Lösung aus. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung sind ihr die Funktionen Korrosionsschutz und pH-Puffer zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden Sodium Silicate zwei Funktionsrollen zugeordnet. Als Korrosionsschutzmittel schützt die Substanz Verpackungskomponenten oder Formulierungsbestandteile vor korrosiven Einflüssen. Als pH-Puffer trägt sie dazu bei, den pH-Wert einer kosmetischen Zubereitung in einem definierten Bereich zu stabilisieren. Beide Funktionen sind technologischer Natur und beziehen sich auf die Eigenschaften der Rezeptur, nicht auf eine Wirkung auf die Haut.
Chemische Einordnung
Sodium Silicate gehört zur Klasse der anorganischen Silikate. Es handelt sich um ein Natriumsalz der Kieselsäure, das in wässriger Lösung stark alkalisch reagiert und damit einen hohen pH-Wert aufweist. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 1344-09-8 sowie der EC-Nummer 215-687-4 registriert. Wasserlösliche Silikate wie diese Verbindung werden typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Zubereitungen eingearbeitet.
Vorkommen in Produkten
Sodium Silicate kommt bei uns in 7 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als pH-Puffer und Korrosionsschutzmittel findet sich der Wirkstoff vorwiegend in Formulierungen, bei denen eine pH-Stabilisierung technologisch relevant ist, etwa in Reinigungsprodukten oder speziellen Pflegezubereitungen. Die Substanz tritt in solchen Rezepturen in der Regel als Hilfs- oder Hilfsstoff auf, nicht als primärer Wirkstoff.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Silicate ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, die über die allgemeinen Anforderungen an kosmetische Produkte hinausgehen. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Da Sodium Silicate in wässriger Lösung stark alkalisch reagiert, ist bei der Rezepturgestaltung auf die Verträglichkeit mit anderen Inhaltsstoffen zu achten, die pH-sensitiv sind. Wasserlösliche Wirkstoffe werden typischerweise in der wässrigen Phase einer Emulsion eingearbeitet, was auch für diese Verbindung gilt. Die genaue Einarbeitung sollte auf Basis der jeweiligen Gesamtrezeptur durch eine fachkundige Person erfolgen.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Silicate chemisch?
Sodium Silicate ist ein anorganisches Natriumsalz der Kieselsäure und gehört zur Klasse der Silikate. In wässriger Lösung reagiert die Verbindung stark alkalisch.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird Sodium Silicate in kosmetischen Rezepturen als Korrosionsschutzmittel und pH-Puffer eingesetzt. Beide Funktionen sind technologischer Natur und betreffen die Eigenschaften der Formulierung.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, Sodium Silicate ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.