Niacinamide ist ein Amid der Nikotinsäure (Vitamin B3) und gehört chemisch zur Klasse der wasserlöslichen Vitaminderivate. In der COSING-Klassifikation wird die Substanz der Funktion Glättend zugeordnet und ist in kosmetischen Rezepturen entsprechend verbreitet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Niacinamide wird in der COSING-Klassifikation der Funktion Glättend zugeordnet. Glättende Wirkstoffe werden in kosmetischen Zubereitungen eingesetzt, um die Textur der Formulierung oder das Erscheinungsbild der Hautoberfläche zu beeinflussen. Die Substanz ist aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit vielseitig in unterschiedliche Rezepturtypen integrierbar.
Chemische Einordnung
Niacinamide ist das Amid der Nikotinsäure und gehört zur Gruppe der B-Vitaminderivate. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und damit typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Emulsionen zu verarbeiten. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 98-92-0 sowie der EC-Nummer 202-713-4 registriert. Das Molekül ist bei physiologischen pH-Werten stabil und chemisch neutral.
Vorkommen in Produkten
Niacinamide kommt bei uns in 92 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund der Zuordnung zur glättenden Funktion und der guten Wasserlöslichkeit findet sich die Substanz typischerweise in wässrigen Formulierungen wie Seren, Lotionen, Cremes und Tonikern. Auch in Gesichtspflegeprodukten und leichten Emulsionen ist der Wirkstoff ein häufig genutzter Bestandteil.
Regulatorischer Status in der EU
Niacinamide ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist nicht als Duftallergen eingestuft und unterliegt daher keiner besonderen Deklarationspflicht nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Verbindung wird Niacinamide in der Rezepturpraxis typischerweise in der wässrigen Phase einer Formulierung eingearbeitet. Die Substanz gilt als chemisch kompatibel mit einer Vielzahl gängiger Rezepturbestandteile. In der kosmetischen Industrie wird sie sowohl in einfachen wässrigen Zubereitungen als auch in komplexen Mehrphasen-Emulsionen verwendet.
Häufige Fragen
Was ist Niacinamide chemisch?
Niacinamide ist das Amid der Nikotinsäure und gehört zur Klasse der B-Vitaminderivate. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und bei physiologischen pH-Werten chemisch stabil.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Niacinamide wird in der COSING-Klassifikation der Funktion Glättend zugeordnet und entsprechend in kosmetischen Rezepturen eingesetzt. Die Substanz findet sich in einer Vielzahl von Formulierungstypen, darunter Seren, Cremes und Lotionen.
Ist Niacinamide in der EU zugelassen?
Ja, Niacinamide ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine besondere Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.













