Sodium Lauroyl Sarcosinate ist das Natriumsalz des Lauroylderivats der Aminosäure Sarkosin (N-Methylglycin) und gehört chemisch zur Klasse der Acylsarkosinate, einer Untergruppe anionischer Tenside. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz nach COSING-Klassifikation als Reinigungsmittel, Schaumbildner und Emulgator eingesetzt und erfüllt darüber hinaus weitere Funktionsrollen.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Sodium Lauroyl Sarcosinate wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Reinigend, Schaumbildend, Emulgierend, Haarkonditionierend, Hautkonditionierend, Antistatisch und Viskositätsregler zugeordnet. Als anionisches Tensid senkt es die Oberflächenspannung wässriger Systeme und ermöglicht so die Ablösung von Schmutz und Fett. Die emulgierende Eigenschaft erlaubt die Stabilisierung von Wasser-Öl-Grenzflächen in kosmetischen Zubereitungen. Die antistatische Funktion ist auf die ionische Natur des Moleküls zurückzuführen.
Chemische Einordnung
Die Substanz ist ein Acylsarkosinat: Eine C12-Fettsäure (Laurinsäure) ist über eine Amidbindung mit dem sekundären Amin Sarkosin verknüpft; die Carboxylatgruppe liegt als Natriumsalz vor. Acylsarkosinate sind anionische Tenside mit guter Wasserlöslichkeit. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 137-16-6 und der EC-Nummer 205-281-5 registriert.
Vorkommen in Produkten
Sodium Lauroyl Sarcosinate kommt bei uns in 34 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner reinigenden und schaumbildenden Eigenschaften findet es sich typischerweise in Produkten wie Shampoos, Duschgelen, Gesichtsreinigern und Zahnpflegeprodukten. Die emulgierende und viskositätsregulierende Funktion macht es zudem für Emulsionen und cremige Reinigungsformulierungen relevant.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Lauroyl Sarcosinate ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches anionisches Tensid wird Sodium Lauroyl Sarcosinate in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Bei der Formulierung ist die Kompatibilität mit kationischen Inhaltsstoffen zu beachten, da anionische und kationische Tenside in Kombination zur Ausfällung neigen können. Die Viskosität wässriger Systeme kann durch den Einsatz dieser Verbindung beeinflusst werden, was bei der Rezepturentwicklung zu berücksichtigen ist.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Lauroyl Sarcosinate chemisch?
Sodium Lauroyl Sarcosinate ist das Natriumsalz eines Acylsarkosinats, das durch Verknüpfung von Laurinsäure mit der Aminosäure Sarkosin über eine Amidbindung entsteht. Es gehört zur Klasse der anionischen Tenside.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Nach COSING-Klassifikation erfüllt die Verbindung die Funktionen Reinigend, Schaumbildend, Emulgierend, Haarkonditionierend, Hautkonditionierend, Antistatisch und Viskositätsregler und wird entsprechend in reinigenden sowie konditionierenden kosmetischen Zubereitungen verwendet.
Ist Sodium Lauroyl Sarcosinate in der EU zugelassen?
Ja, der Stoff ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.

