SODIUM COCOYL SARCOSINATE ist ein anionisches Tensid aus der chemischen Klasse der N-acylierten Aminosäurederivate (Sarcosinderivate) und wird in kosmetischen Rezepturen als Reinigungsmittel sowie als Haarkonditionierungsmittel eingesetzt. Die Substanz leitet sich von Sarcosin (N-Methylglycin) und Fettsäuren aus Kokosöl ab. In der COSING-Klassifikation wird sie den Funktionen Reinigend und Haarkonditionierend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation wird SODIUM COCOYL SARCOSINATE den Funktionen Reinigend und Haarkonditionierend zugeordnet. In seiner reinigenden Funktion wirkt der Wirkstoff als Tensid: Er vermindert die Oberflächenspannung wässriger Systeme und ermöglicht so das Ablösen von Schmutz und Fetten von Haut- und Haaroberflächen. Die haarkonditionierende Funktion beschreibt die Eigenschaft, die Kämmbarkeit und das Erscheinungsbild des Haars in der Rezeptur zu unterstützen.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der N-acylierten Aminosäuresalze (Sarcosinderivate). Der hydrophobe Acylrest stammt aus Kokosfettsäuren, der hydrophile Anteil ist das Natriumsalz des N-Methylglycins (Sarcosin). Diese amphiphile Struktur ist charakteristisch für anionische Tenside. Die Verbindung ist unter der CAS-Nummer 61791-59-1 und der EC-Nummer 263-193-2 registriert. Sarcosinderivate sind in wässrigen Systemen gut löslich und werden typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet.
Vorkommen in Produkten
SODIUM COCOYL SARCOSINATE kommt bei uns in 5 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner reinigenden und haarkonditionierenden Funktion findet sich die Substanz typischerweise in Shampoos, Duschgelen, Gesichtsreinigern und ähnlichen rinse-off-Formulierungen. In solchen Zubereitungen wird sie häufig als Teil eines Tensidgemisches eingesetzt.
Regulatorischer Status in der EU
SODIUM COCOYL SARCOSINATE ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Der Stoff unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als anionisches, wasserlösliches Tensid wird SODIUM COCOYL SARCOSINATE in der Regel in der wässrigen Phase kosmetischer Zubereitungen eingearbeitet. In Tensidmischungen kann es zusammen mit anderen anionischen, amphoteren oder nichtionischen Tensiden vorkommen. Die Zugehörigkeit zur Klasse der Aminosäurederivate ist ein charakteristisches Merkmal, das diese Verbindung von klassischen Sulfat-Tensiden chemisch unterscheidet.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Cocoyl Sarcosinate chemisch?
Es handelt sich um ein anionisches Tensid aus der Klasse der N-acylierten Aminosäurederivate, genauer ein Natriumsalz des N-Cocoyl-Sarcosinats, das aus Kokosfettsäuren und dem Aminosäurederivat Sarcosin (N-Methylglycin) aufgebaut ist.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird SODIUM COCOYL SARCOSINATE in kosmetischen Rezepturen als Reinigungsmittel und als Haarkonditionierungsmittel eingesetzt, typischerweise in abzuspülenden Formulierungen wie Shampoos oder Duschgelen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, die Substanz ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.
