Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan ist das Natriumsalz eines carboxymethylierten Beta-Glucan-Derivats und gehört chemisch zur Klasse der modifizierten Polysaccharide. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz nach der COSING-Klassifikation den Funktionen Bindemittel, Viskositätsregler und Reinigend zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Als Bindemittel trägt Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan dazu bei, die Bestandteile einer Formulierung zusammenzuhalten und die Texturstabilität zu unterstützen. In der Funktion als Viskositätsregler beeinflusst die Verbindung die Fließeigenschaften wässriger Zubereitungen. Die zusätzlich ausgewiesene reinigende Funktion macht den Wirkstoff für Formulierungen relevant, die auf die Entfernung von Verunreinigungen von Haut oder Haar ausgerichtet sind.
Chemische Einordnung
Die Substanz ist ein carboxymethyliertes Derivat von Beta-Glucan, einem natürlich vorkommenden Polysaccharid. Durch die Carboxymethylierung und die Überführung in das Natriumsalz erhält das Molekül einen anionischen Charakter und eine ausgeprägte Wasserlöslichkeit, was für den Einsatz in der wässrigen Phase kosmetischer Emulsionen und wässriger Zubereitungen charakteristisch ist. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9050-93-5 registriert.
Vorkommen in Produkten
Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan kommt bei uns in 11 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionen als Bindemittel und Viskositätsregler findet sich die Verbindung typischerweise in Cremes, Lotionen und Seren auf Wasserbasis. Die reinigende Funktion legt darüber hinaus einen Einsatz in Reinigungsprodukten wie Waschgelen oder Reinigungsschäumen nahe.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diesen Stoff nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polysaccharid-Derivat wird Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan in der Rezepturpraxis typischerweise in der wässrigen Phase einer Formulierung eingearbeitet. Der anionische Charakter der Verbindung ist bei der Kombination mit kationischen Inhaltsstoffen in einer Rezeptur zu berücksichtigen, da Wechselwirkungen zwischen entgegengesetzt geladenen Polymeren die Formulierungsstabilität beeinflussen können.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan chemisch?
Es handelt sich um das Natriumsalz eines carboxymethylierten Beta-Glucan-Derivats und damit um ein modifiziertes, anionisches Polysaccharid mit ausgeprägter Wasserlöslichkeit.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Verbindung wird in kosmetischen Rezepturen gemäß COSING-Klassifikation als Bindemittel, Viskositätsregler und reinigender Wirkstoff eingesetzt.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, Sodium Carboxymethyl Beta-Glucan ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.