SODIUM CARBOMER ist ein synthetisches, vernetztes Polyacrylsäure-Derivat in Natriumsalz-Form und wird in kosmetischen Rezepturen als Gelbildner, Viskositätsregler und Emulsionsstabilisator eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Polyacrylate und liegt als wasserlösliches Polymer vor, das in wässrigen Systemen charakteristische Verdickungseigenschaften entfaltet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden SODIUM CARBOMER die Funktionen Emulsionsstabilisierend, Filmbildend, Gelbildend und Viskositätsregler zugeordnet. Als Gelbildner ermöglicht die Substanz den Aufbau stabiler Gelstrukturen in wässrigen Formulierungen. In seiner Rolle als Viskositätsregler beeinflusst es die Fließeigenschaften kosmetischer Zubereitungen. Die emulsionsstabilisierende Funktion trägt zur Phasenstabilität von Wasser-Öl-Emulsionen bei, während die filmbildende Eigenschaft zur Textur der fertigen Zubereitung beitragen kann.
Chemische Einordnung
SODIUM CARBOMER ist das Natriumsalz eines vernetzten Polyacrylsäure-Polymers und gehört zur Gruppe der Carbomere. Im Unterschied zu nicht neutralisierten Carbomeren liegt der Wirkstoff bereits in der salzartigen, vorneutralisierten Form vor. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 73298-57-4 registriert. Als hochmolekulares, hydrophiles Polymer ist die Verbindung in Wasser quellbar und bildet dort viskose bis gelartige Strukturen aus.
Vorkommen in Produkten
SODIUM CARBOMER kommt bei uns in 12 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner gelbildenden und viskositätsregelnden Eigenschaften findet die Substanz typischerweise Verwendung in Gelen, Cremes, Seren und Lotionen. Auch in Reinigungsprodukten sowie in Haarpflegezubereitungen tritt die Verbindung als Formulierungshilfsstoff auf, wo eine definierte Textur und Stabilität der Rezeptur gefordert ist.
Regulatorischer Status in der EU
SODIUM CARBOMER ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist nicht als Duftallergen eingestuft und unterliegt daher keiner besonderen Deklarationspflicht nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polymer wird SODIUM CARBOMER typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Da die Substanz bereits in neutralisierter Form vorliegt, entfällt in vielen Formulierungen der separate Neutralisationsschritt, der bei klassischen Carbomeren erforderlich ist. Die Viskosität der resultierenden Gelstruktur ist unter anderem vom pH-Wert und der Elektrolytkonzentration der Gesamtrezeptur abhängig, was bei der Formulierungsentwicklung zu berücksichtigen ist.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Carbomer chemisch?
SODIUM CARBOMER ist das Natriumsalz eines vernetzten Polyacrylsäure-Polymers und gehört zur Klasse der Carbomere. Es handelt sich um ein hochmolekulares, hydrophiles synthetisches Polymer.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird SODIUM CARBOMER in kosmetischen Rezepturen als Gelbildner, Viskositätsregler, Emulsionsstabilisator und Filmbildner eingesetzt. Es dient primär der Textur- und Stabilitätsgebung in wässrigen Formulierungen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, SODIUM CARBOMER ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.
