POLYGLYCERYL-3 POLYRICINOLEATE ist ein Polyglycerolester und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator sowie als Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Polyglycerolester von Fettsäuren, wobei die Fettsäurekomponente die Ricinolsäure ist. In der COSING-Klassifikation wird der Wirkstoff den Funktionen Emulgierend und Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In seiner Rolle als Emulgator unterstützt POLYGLYCERYL-3 POLYRICINOLEATE die Bildung und Stabilisierung von Wasser-in-Öl-Emulsionen, indem es die Grenzflächenspannung zwischen wässriger und öliger Phase herabsetzt. Als Viskositätsregler beeinflusst die Substanz die Fließeigenschaften und Konsistenz kosmetischer Zubereitungen. Beide Funktionen sind in der COSING-Klassifikation dokumentiert und entsprechen der anerkannten Rolle von Polyglycerolester-Emulgatoren in der Rezepturpraxis.
Chemische Einordnung
Die Verbindung gehört zur Klasse der Polyglycerolester und entsteht durch Veresterung von Polyglycerol-3 mit Polyricinolsäure, einem Oligomer der Ricinolsäure. Ricinolsäure ist eine ungesättigte Hydroxyfettsäure, die vorwiegend aus Rizinusöl gewonnen wird. Aufgrund des lipophilen Charakters der Fettsäureketten ist die Substanz überwiegend öllöslich. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 29894-35-7 / 235783-76-3 registriert.
Vorkommen in Produkten
POLYGLYCERYL-3 POLYRICINOLEATE kommt bei uns in 8 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Wasser-in-Öl-Emulsionen wie Cremes, Lotionen und Sonnenschutzpräparaten. Als Viskositätsregler ist er darüber hinaus in Zubereitungen anzutreffen, bei denen eine definierte Konsistenz und Stabilität der Ölphase gefordert ist.
Regulatorischer Status in der EU
Der Stoff ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Er ist nicht als deklarationspflichtiges Duftallergen gemäß Anhang III der EU-Kosmetikverordnung eingestuft. Eine Aufnahme in die Positivlisten der Anhänge III bis VI der Verordnung besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als überwiegend öllösliche Verbindung wird POLYGLYCERYL-3 POLYRICINOLEATE in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase einer Emulsion eingearbeitet. Polyglycerolester gelten in der Kosmetikindustrie als gut verträgliche Emulgatoren und werden häufig in Formulierungen eingesetzt, die auf Wasser-in-Öl-Systemen basieren. Die Kompatibilität mit anderen Ölphasen-Komponenten ist bei der Rezepturentwicklung zu prüfen.
Häufige Fragen
Was ist Polyglyceryl-3 Polyricinoleate chemisch?
Es handelt sich um einen Polyglycerolester, der durch Veresterung von Polyglycerol-3 mit Polyricinolsäure gebildet wird. Polyricinolsäure ist ein Oligomer der aus Rizinusöl gewonnenen Ricinolsäure, einer ungesättigten Hydroxyfettsäure.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Verbindung wird gemäß COSING-Klassifikation als Emulgator und Viskositätsregler eingesetzt. Sie stabilisiert Wasser-in-Öl-Emulsionen und beeinflusst die Konsistenz kosmetischer Zubereitungen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, POLYGLYCERYL-3 POLYRICINOLEATE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.


