Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate ist ein nicht-ionischer Emulgator auf Basis von Polyglycerin, Methylglucose und Stearinsäure und wird in kosmetischen Rezepturen der Funktion Emulgierend zugeordnet. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Polyglycerylester und verbindet einen hydrophilen Polyglycerin-Methylglucose-Kopf mit zwei lipophilen Stearinsäureketten.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation wird Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate ausschließlich der Funktion Emulgierend zugeordnet. Emulgatoren ermöglichen die Bildung und Stabilisierung von Wasser-Öl- oder Öl-Wasser-Emulsionen, indem sie die Grenzflächenspannung zwischen wässriger und öliger Phase herabsetzen. Der Wirkstoff wird in kosmetischen Zubereitungen eingesetzt, um stabile, homogene Emulsionssysteme herzustellen.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der Polyglycerylester, einer Untergruppe nicht-ionischer Tenside. Sie entsteht durch Veresterung von Polyglycerin-3-Methylglucose mit zwei Molekülen Stearinsäure. Aufgrund des amphiphilen Charakters — hydrophiler Polyglycerin-Methylglucose-Rest und lipophile Stearinsäureketten — ist die Verbindung in der Lage, an Phasengrenzen zu wirken. Für diese Substanz sind weder eine CAS-Nummer noch eine EC-Nummer in den übergebenen Daten hinterlegt.
Vorkommen in Produkten
Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate kommt bei uns in 11 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Emulsionen wie Gesichts- und Körpercremes, Lotionen sowie Seren, in denen eine stabile Verbindung zwischen wässriger und öliger Phase erforderlich ist.
Regulatorischer Status in der EU
Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Der Stoff unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als nicht-ionischer Polyglycerylester gilt diese Verbindung chemisch als vergleichsweise kompatibel mit einer Vielzahl weiterer Rezepturbestandteile, da sie keine ionischen Wechselwirkungen eingeht. Nicht-ionische Emulgatoren werden in der Rezepturentwicklung häufig dann bevorzugt, wenn eine breite Verträglichkeit mit anderen Inhaltsstoffen über verschiedene pH-Bereiche hinweg angestrebt wird. Die Einarbeitung erfolgt typischerweise in der Ölphase oder an der Phasengrenze.
Häufige Fragen
Was ist Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate chemisch?
Es handelt sich um einen Polyglycerylester, der durch Veresterung von Polyglycerin-3-Methylglucose mit Stearinsäure gewonnen wird und zur Klasse der nicht-ionischen Tenside gehört.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator eingesetzt und ist in der COSING-Klassifikation der Funktion Emulgierend zugeordnet, um stabile Wasser-Öl-Emulsionen herzustellen.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.