PEG-14M ist ein hochmolekulares Polyethylenglykol-Derivat und wird in kosmetischen Rezepturen als Bindemittel, Emulsionsstabilisator und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Polyethylenglykole (PEG), die durch Polymerisation von Ethylenoxid gewonnen werden. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung sind ihr die Funktionen Bindemittel, Emulsionsstabilisierend und Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
PEG-14M erfüllt in kosmetischen Zubereitungen mehrere technische Funktionsrollen. Als Bindemittel trägt es dazu bei, die Bestandteile einer Formulierung zusammenzuhalten und die Texturstabilität zu unterstützen. In seiner emulsionsstabilisierenden Funktion hilft es, Wasser-Öl-Emulsionen über den Produktlebenszyklus hinweg homogen zu halten. Als Viskositätsregler beeinflusst es die Fließeigenschaften und Konsistenz wässriger oder emulgierter Zubereitungen.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der Polyethylenglykole, einem Typ wasserlöslicher Polymere. Die Zahl 14M in der INCI-Bezeichnung verweist auf ein mittleres Molekulargewicht von etwa 14.000 Dalton, was PEG-14M zu einem hochmolekularen Vertreter dieser Stoffklasse macht. Aufgrund seiner Polymerstruktur ist es in Wasser gut löslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase von Rezepturen eingearbeitet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 25322-68-3 registriert.
Vorkommen in Produkten
PEG-14M kommt bei uns in 6 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner viskositätsregelnden und emulsionsstabilisierenden Eigenschaften findet es sich typischerweise in Emulsionen, Lotionen und Gelen. Auch in Haarpflegeprodukten wie Conditionern oder Stylingzubereitungen wird diese Verbindung eingesetzt, da hochmolekulare Polyethylenglykole dort als Texturgebende Komponenten genutzt werden können.
Regulatorischer Status in der EU
PEG-14M ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten innerhalb der EU ohne besondere Auflagen einsetzbar.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polymer wird PEG-14M in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Hochmolekulare Polyethylenglykole können empfindlich auf starke Elektrolytkonzentrationen reagieren, was bei der Formulierung zu berücksichtigen ist. In der kosmetischen Industrie werden PEG-Polymere dieser Molekulargewichtsklasse häufig zur gezielten Einstellung der Produktkonsistenz verwendet, ohne die Emulsionsstruktur grundlegend zu verändern.
Häufige Fragen
Was ist PEG-14M chemisch?
PEG-14M ist ein hochmolekulares Polyethylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von etwa 14.000 Dalton. Es gehört zur Klasse der wasserlöslichen synthetischen Polymere, die durch Polymerisation von Ethylenoxid hergestellt werden.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Gemäß COSING-Klassifikation wird PEG-14M in kosmetischen Rezepturen als Bindemittel, Emulsionsstabilisator und Viskositätsregler eingesetzt. Es beeinflusst die Konsistenz und Stabilität von Formulierungen auf technischer Ebene.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, PEG-14M ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen besonderen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.