MIPA-Laureth Sulfate ist ein anionisches, ethoxyliertes Tensid aus der Klasse der Alkylethersulfate und wird in kosmetischen Rezepturen ausschließlich als Reinigungsmittel eingesetzt. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 83016-76-6 und 9062-04-8 registriert. In der COSING-Klassifikation der EU-Kommission wird der Wirkstoff der Funktion „Reinigend” zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
MIPA-Laureth Sulfate wird in der COSING-Klassifikation ausschließlich der Funktion „Reinigend” zugeordnet. Anionische Tenside dieser Klasse wirken als Grenzflächenaktiva: Sie senken die Oberflächenspannung zwischen wässriger und fettiger Phase und ermöglichen so das Ablösen und Emulgieren von Schmutz, Talg und anderen lipophilen Rückständen von Haut oder Haar. Die Substanz gehört damit zu den klassischen Waschaktivsubstanzen in kosmetischen Zubereitungen.
Chemische Einordnung
Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Alkylethersulfate (ethoxylierte Fettalkoholsulfate) und ist das Monoisopropanolamin-Salz (MIPA) eines ethoxylierten Laurylsulfats. Als anionisches Tensid ist die Substanz gut wasserlöslich und weist einen amphiphilen Molekülcharakter auf, das heißt, sie besitzt sowohl einen hydrophilen (sulfatierten, ethoxylierten) als auch einen lipophilen (Lauryl-)Anteil. Die Substanz ist unter den CAS-Nummern 83016-76-6 und 9062-04-8 registriert.
Vorkommen in Produkten
MIPA-Laureth Sulfate kommt bei uns in 6 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner reinigenden Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Produkten wie Shampoos, Duschgelen, Schaumbädern und anderen rinse-off-Formulierungen, also Zubereitungen, die nach der Anwendung wieder abgespült werden. Die vergleichsweise geringe Produktanzahl spiegelt den eingeschränkten regulatorischen Status der Substanz wider.
Regulatorischer Status in der EU
MIPA-Laureth Sulfate unterliegt in der EU einem eingeschränkten Status gemäß Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Das bedeutet, dass für den Einsatz dieser Substanz in kosmetischen Produkten besondere Bedingungen oder Beschränkungen gelten. Kosmetiker:innen und Formulierer:innen sind verpflichtet, die jeweils aktuell gültigen Vorgaben des Anhangs zu beachten.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches, anionisches Tensid wird MIPA-Laureth Sulfate typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Anionische Tenside dieser Klasse können in Formulierungen mit kationischen Inhaltsstoffen Unverträglichkeiten zeigen, was bei der Rezepturentwicklung zu berücksichtigen ist. Aufgrund des eingeschränkten EU-Status empfiehlt sich vor dem Einsatz eine sorgfältige Prüfung der aktuellen regulatorischen Vorgaben.
Häufige Fragen
Was ist MIPA-Laureth Sulfate chemisch?
MIPA-Laureth Sulfate ist das Monoisopropanolamin-Salz eines ethoxylierten Laurylsulfats und gehört zur Klasse der anionischen Alkylethersulfat-Tenside. Die Verbindung ist gut wasserlöslich und besitzt einen amphiphilen Molekülcharakter.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Der Wirkstoff wird in der COSING-Klassifikation der Funktion „Reinigend” zugeordnet und kommt in kosmetischen Rezepturen als Waschaktivsubstanz zum Einsatz, typischerweise in rinse-off-Produkten wie Shampoos oder Duschgelen.
Ist MIPA-Laureth Sulfate in der EU zugelassen?
Die Substanz ist in der EU mit eingeschränktem Status gemäß Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 gelistet. Für den Einsatz gelten besondere Bedingungen, die bei der Formulierung zu beachten sind.


