HYDROXYETHYLCELLULOSE ist ein nicht-ionisches, wasserlösliches Cellulosederivat und wird in kosmetischen Rezepturen als Bindemittel, Viskositätsregler und Filmbildner eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der modifizierten Polysaccharide und wird durch Veretherung von Cellulose mit Ethylenoxid gewonnen. In der COSING-Klassifikation werden ihr die Funktionen Bindemittel, Emulsionsstabilisierend, Filmbildend, Light Stabilizer und Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der Rolle als Viskositätsregler beeinflusst HYDROXYETHYLCELLULOSE die Fließeigenschaften wässriger Zubereitungen. Als Bindemittel trägt die Substanz zur Kohäsion von Rezepturbestandteilen bei. Die filmbildende Funktion beschreibt die Fähigkeit, nach dem Auftragen einen zusammenhängenden Film auf der Oberfläche zu bilden. Darüber hinaus wird der Verbindung in der COSING-Klassifikation eine emulsionsstabilisierende sowie eine lichtschützende Hilfsfunktion (Light Stabilizer) zugeordnet.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Gruppe der Celluloseether und damit zur übergeordneten Klasse der Polysaccharidderivate. Durch die Einführung von Hydroxyethylgruppen in die Cellulosekette wird das ursprünglich wasserunlösliche Biopolymer in eine wasserlösliche Form überführt. Das Molekül ist nicht-ionisch und zeigt in wässriger Lösung ausgeprägte verdickende Eigenschaften. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9004-62-0 registriert.
Vorkommen in Produkten
HYDROXYETHYLCELLULOSE kommt bei uns in 58 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner viskositätsregelnden und filmbildenden Eigenschaften findet der Wirkstoff typischerweise Verwendung in wässrigen Gelen, Lotionen, Haarspülungen, Shampoos sowie in Emulsionen, bei denen eine Stabilisierung der wässrigen Phase angestrebt wird.
Regulatorischer Status in der EU
HYDROXYETHYLCELLULOSE ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht für diese Substanz nicht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polymer wird HYDROXYETHYLCELLULOSE in der Regel in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Dabei ist zu beachten, dass die Substanz typischerweise zunächst in kaltem oder warmem Wasser dispergiert und anschließend unter Rühren vollständig gelöst wird, bevor weitere Rezepturbestandteile zugegeben werden. Die nicht-ionische Natur der Verbindung macht sie in der Formulierungspraxis kompatibel mit einer Vielzahl weiterer Rezepturbestandteile.
Häufige Fragen
Was ist Hydroxyethylcellulose chemisch?
Hydroxyethylcellulose ist ein nicht-ionischer Celluloseether, der durch Veretherung von Cellulose mit Ethylenoxid hergestellt wird und zur Klasse der wasserlöslichen Polysaccharidderivate gehört.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Bindemittel, Viskositätsregler, Filmbildner, Emulsionsstabilisator und Light Stabilizer eingesetzt, wie in der COSING-Klassifikation ausgewiesen.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, Hydroxyethylcellulose ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.















