Distarch Phosphate

INCI: DISTARCH PHOSPHATE
Absorbierend, Rieselhilfe, Bindemittel
Function (EN)
ABSORBENT, ANTICAKING, BINDING
CAS-Nr.
55963-33-2
EU-Status
Frei verwendbar
In Produkten
15
Popularität
Platz 402

Distarch Phosphate ist ein chemisch vernetztes Stärkederivat und wird in kosmetischen Rezepturen als Absorptionsmittel, Rieselhilfe und Bindemittel eingesetzt. Die Verbindung gehört zur Klasse der modifizierten Polysaccharide und entsteht durch Phosphatvernetzung nativer Stärke. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung werden ihr die Funktionen Absorbierend, Rieselhilfe und Bindemittel zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In seiner Funktion als Absorptionsmittel ist Distarch Phosphate in der Lage, Feuchtigkeit und Öle in der Rezeptur aufzunehmen. Als Rieselhilfe verbessert die Substanz die Fließ- und Streueigenschaften pulverförmiger kosmetischer Zubereitungen. In der Rolle als Bindemittel trägt das Molekül zur Kohäsion von Pulvermischungen bei und unterstützt die Formstabilität entsprechender Formulierungen.

Chemische Einordnung

Distarch Phosphate gehört zur Klasse der modifizierten Stärken, genauer der vernetzten Stärkephosphate. Bei der Vernetzung werden zwei Stärkeketten über eine Phosphatbrücke kovalent verbunden, was die Struktur des Polysaccharids stabilisiert. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 55963-33-2 registriert. Aufgrund ihres polysaccharidischen Charakters ist diese Verbindung in Wasser quellbar, jedoch nicht vollständig löslich, und verhält sich in Rezepturen typischerweise als partikulärer Feststoff.

Vorkommen in Produkten

Distarch Phosphate kommt bei uns in 15 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aus seiner Funktion als Absorptionsmittel und Rieselhilfe ergibt sich, dass der Wirkstoff vorrangig in Puder-Formulierungen, Körperpudern, Trockenshampoos sowie kompakten Presslingsformaten anzutreffen ist. Auch in Produkten, bei denen eine geregelte Textur und Fließfähigkeit des Pulveranteils technologisch relevant ist, findet die Substanz Verwendung.

Regulatorischer Status in der EU

Distarch Phosphate ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Der Stoff unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.

Was gut zu wissen ist

Als partikulärer Feststoff wird Distarch Phosphate in der Regel in der Pulverphase einer Rezeptur eingearbeitet und nicht in wässrigen oder fetthaltigen Phasen gelöst. Die Phosphatvernetzung unterscheidet dieses Stärkederivat von nativer Stärke und verleiht ihm eine erhöhte Strukturstabilität gegenüber mechanischer Beanspruchung. In kosmetischen Zubereitungen kommt die Substanz häufig zusammen mit anderen mineralischen oder organischen Pulverrohstoffen vor.

Häufige Fragen

Was ist Distarch Phosphate chemisch?

Distarch Phosphate ist ein vernetztes Stärkederivat aus der Klasse der modifizierten Polysaccharide, bei dem zwei Stärkeketten über eine Phosphatbrücke kovalent miteinander verbunden sind.

Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?

Laut COSING-Klassifikation wird Distarch Phosphate in kosmetischen Rezepturen als Absorptionsmittel, Rieselhilfe und Bindemittel eingesetzt, vorrangig in pulverförmigen Formulierungen.

Ist es in der EU zugelassen?

Ja, Distarch Phosphate ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.

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