Dimethyl Stearamine

INCI: DIMETHYL STEARAMINE
Antistatisch, Haarkonditionierend, Emulgierend
Function (EN)
ANTISTATIC, HAIR CONDITIONING, SURFACTANT - EMULSIFYING
CAS-Nr.
124-28-7
EC-Nr.
204-694-8
EU-Status
Eingeschränkt (siehe Anhang)
In Produkten
5
Popularität
Platz 850

DIMETHYL STEARAMINE ist ein tertiäres Fettamin und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Antistatikum und Haarkonditionierer eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Dialkylmethylamine mit einer langkettigen Stearyl-Gruppe und weist einen ausgeprägten amphiphilen Molekülcharakter auf. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung sind ihr die Funktionen Antistatisch, Haarkonditionierend und Emulgierend zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In kosmetischen Rezepturen erfüllt DIMETHYL STEARAMINE laut COSING drei Funktionsrollen. Als Emulgator unterstützt die Substanz die Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen, indem sie an der Grenzfläche zwischen wässriger Phase und Ölphase wirkt. In der Funktion als Antistatikum wird der Wirkstoff eingesetzt, um elektrostatische Aufladungen auf Haar- und Hautoberflächen zu reduzieren. Die haarkonditionierende Funktion beschreibt die Eigenschaft, die Haaroberfläche durch Anlagerung des Moleküls zu beeinflussen.

Chemische Einordnung

DIMETHYL STEARAMINE gehört zur Klasse der tertiären Fettamine. Das Molekül besteht aus einer C18-Stearylkette sowie zwei Methylgruppen am Stickstoffatom. Aufgrund der langen Kohlenwasserstoffkette ist die Verbindung lipophil und weist eine geringe Wasserlöslichkeit auf; sie wird in Rezepturen typischerweise in der Ölphase oder in Schmelzprozessen eingearbeitet. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 124-28-7 und der EC-Nummer 204-694-8 registriert.

Vorkommen in Produkten

DIMETHYL STEARAMINE kommt bei uns in 5 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner emulgierenden und haarkonditionierenden Funktion findet sich der Wirkstoff typischerweise in Haarpflegeprodukten wie Spülungen und Konditionierern sowie in Emulsionen, bei denen eine antistatische Wirkung auf das Haar erwünscht ist. Die Substanz tritt in solchen Formulierungen häufig zusammen mit weiteren kationischen oder nichtionischen Emulgatoren auf.

Regulatorischer Status in der EU

DIMETHYL STEARAMINE unterliegt in der EU einem eingeschränkten Status gemäß dem Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Für den konkreten Einsatz in kosmetischen Zubereitungen sind daher die im jeweiligen Anhang festgelegten Bedingungen und Beschränkungen maßgeblich. Eine Prüfung des aktuellen Eintrags im COSING-Portal der Europäischen Kommission wird empfohlen.

Was gut zu wissen ist

Als lipophile Verbindung wird DIMETHYL STEARAMINE in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase oder über einen Schmelzprozess in die Formulierung eingearbeitet. Tertiäre Fettamine dieser Klasse können in Abhängigkeit vom pH-Wert der Rezeptur protoniert vorliegen, was ihr Grenzflächenverhalten beeinflusst. Für die Formulierungspraxis ist daher der pH-Bereich der fertigen Zubereitung ein relevanter Parameter.

Häufige Fragen

Was ist Dimethyl Stearamine chemisch?

DIMETHYL STEARAMINE ist ein tertiäres Fettamin mit einer C18-Stearylkette und zwei Methylgruppen am Stickstoffatom. Es gehört zur Klasse der Dialkylmethylamine und weist einen ausgeprägten lipophilen Molekülcharakter auf.

Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?

Laut COSING-Klassifikation wird die Substanz in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Antistatikum und Haarkonditionierer eingesetzt. Diese Funktionen machen sie vor allem in Haarpflegeformulierungen und Emulsionen relevant.

Ist er in der EU zugelassen?

DIMETHYL STEARAMINE hat in der EU einen eingeschränkten Status gemäß dem Anhang der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Einsatz in kosmetischen Produkten ist an die dort festgelegten Bedingungen geknüpft.

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