COCAMIDE MIPA ist ein Fettsäureamid, das durch Umsetzung von Kokosfettsäuren mit Monoisopropanolamin gewonnen wird, und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Tensid und Viskositätsregler eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Alkanolamide und ist ein typischer Vertreter der nicht-ionischen oberflächenaktiven Substanzen. In der COSING-Klassifikation wird der Wirkstoff den Funktionen Emulsionsstabilisierend, Reinigend, Emulgierend, Tensid und Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
COCAMIDE MIPA erfüllt in Rezepturen mehrere Funktionsrollen. Als Emulgator und emulsionsstabilisierender Stoff unterstützt es die Bildung und Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen. In seiner Funktion als Tensid trägt es zur Grenzflächenaktivität und damit zur reinigenden Wirkung einer Formulierung bei. Darüber hinaus wird die Substanz als Viskositätsregler eingesetzt, um die Konsistenz kosmetischer Zubereitungen gezielt einzustellen.
Chemische Einordnung
Die Verbindung gehört zur Klasse der Fettsäurealkanolamide und leitet sich von den Fettsäuren des Kokosöls ab. Als Amid ist das Molekül polar und weist grenzflächenaktive Eigenschaften auf, die auf der Kombination eines hydrophilen Amidanteils mit einem lipophilen Fettsäurerest beruhen. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 68333-82-4 sowie den EC-Nummern 269-793-0 und 931-596-9 registriert.
Vorkommen in Produkten
COCAMIDE MIPA kommt bei uns in 15 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktionen als Tensid, Emulgator und Viskositätsregler findet sich der Wirkstoff typischerweise in Reinigungsprodukten wie Duschgelen, Shampoos und Schaumbädern sowie in Emulsionen, bei denen eine gezielte Konsistenzeinstellung gefragt ist.
Regulatorischer Status in der EU
COCAMIDE MIPA ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten auf dem europäischen Markt zugelassen.
Was gut zu wissen ist
Als grenzflächenaktive Verbindung wird COCAMIDE MIPA in der Regel in der wässrigen Phase oder an der Grenzfläche zwischen wässriger und öliger Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Fettsäurealkanolamide dieser Klasse sind in der Kosmetikindustrie etablierte Hilfsrohstoffe, die häufig zusammen mit anionischen Tensiden in Reinigungsformulierungen vorkommen, um Schaumverhalten und Viskosität zu beeinflussen.
Häufige Fragen
Was ist COCAMIDE MIPA chemisch?
COCAMIDE MIPA ist ein Fettsäurealkanolamid, das durch Reaktion von Kokosfettsäuren mit Monoisopropanolamin entsteht und zur Klasse der nicht-ionischen, grenzflächenaktiven Verbindungen gehört.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Verbindung wird laut COSING-Klassifikation als Emulgator, emulsionsstabilisierender Stoff, Tensid, Reinigungsmittel und Viskositätsregler in kosmetischen Zubereitungen verwendet.
Ist COCAMIDE MIPA in der EU zugelassen?
Ja, der Stoff ist in der Europäischen Union frei verwendbar und unterliegt gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 keinen spezifischen Einschränkungen.