Cocamide Dea

INCI: COCAMIDE DEA
Emulsionsstabilisierend, Reinigend, Emulgierend, Tensid, Viskositätsregler
Function (EN)
EMULSION STABILISING, SURFACTANT - CLEANSING, SURFACTANT - EMULSIFYING, SURFACTANT - FOAM BOOSTING, VISCOSITY CONTROLLING
CAS-Nr.
68603-42-9
EC-Nr.
271-657-0/931-329-6
EU-Status
Eingeschränkt (siehe Anhang)
In Produkten
12
Popularität
Platz 471

COCAMIDE DEA ist ein Fettsäurediethanolamid, das durch Reaktion von Kokosfettsäuren mit Diethanolamin gewonnen wird, und wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, Tensid und Viskositätsregler eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Alkanolamide und ist ein nicht-ionisches oberflächenaktives Molekül. In der COSING-Klassifikation der EU-Kommission wird der Wirkstoff den Funktionen Emulsionsstabilisierend, Reinigend, Emulgierend, Tensid und Viskositätsregler zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

In der COSING-Klassifikation werden COCAMIDE DEA fünf Funktionsrollen zugeordnet. Als Emulgator und emulsionsstabilisierender Stoff unterstützt die Verbindung die Bildung und Stabilisierung von Wasser-Öl-Systemen in kosmetischen Zubereitungen. In seiner Funktion als Tensid und Reinigungsmittel trägt es zur Grenzflächenaktivität in Reinigungsformulierungen bei. Darüber hinaus wird es als Viskositätsregler eingesetzt, um die Konsistenz wässriger Rezepturen zu beeinflussen.

Chemische Einordnung

COCAMIDE DEA gehört zur chemischen Klasse der Fettsäurediethanolamide (Alkanolamide). Es handelt sich um ein nicht-ionisches Molekül, das in wässrigen und wässrig-tensidischen Systemen löslich ist. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 68603-42-9 sowie den EC-Nummern 271-657-0 und 931-329-6 registriert. Der Ausgangsstoff sind Kokosfettsäuren, die ein Gemisch verschiedener Kettenlängen darstellen, weshalb COCAMIDE DEA als Substanzgemisch charakterisiert wird.

Vorkommen in Produkten

COCAMIDE DEA kommt bei uns in 12 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Tensid und Viskositätsregler findet sich die Verbindung typischerweise in Reinigungsformulierungen wie Shampoos, Duschgelen und Handwaschmitteln. Als emulsionsstabilisierender Stoff kann sie darüber hinaus in Emulsionen und Cremes eingesetzt werden.

Regulatorischer Status in der EU

COCAMIDE DEA unterliegt in der EU einem eingeschränkten Status gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 und ist im entsprechenden Anhang der Verordnung gelistet. Kosmetiker:innen und Formulierer:innen sind gehalten, die dort festgelegten Bedingungen und Beschränkungen bei der Verwendung in kosmetischen Zubereitungen zu beachten.

Was gut zu wissen ist

Als nicht-ionisches Alkanolamid ist COCAMIDE DEA in der Regel mit anderen nicht-ionischen und anionischen Tensiden in Rezepturen kombinierbar, was es in tensidbasierten Formulierungen zu einem häufig verwendeten Hilfsstoff macht. Wasserlösliche bzw. tensidaffine Wirkstoffe wie diese Verbindung werden typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Bei der Formulierung sind die eingeschränkten Verwendungsbedingungen gemäß EU-Anhang zu berücksichtigen.

Häufige Fragen

Was ist COCAMIDE DEA chemisch?

COCAMIDE DEA ist ein Fettsäurediethanolamid aus der Klasse der Alkanolamide, das durch Reaktion von Kokosfettsäuren mit Diethanolamin gewonnen wird. Es handelt sich um ein nicht-ionisches, oberflächenaktives Substanzgemisch.

Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?

Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Emulgator, emulsionsstabilisierender Stoff, Tensid, Reinigungsmittel und Viskositätsregler eingesetzt, wie in der COSING-Klassifikation der EU-Kommission festgelegt.

Ist es in der EU zugelassen?

COCAMIDE DEA ist in der EU zugelassen, unterliegt jedoch einem eingeschränkten Status gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die geltenden Beschränkungen sind im entsprechenden Anhang der Verordnung festgelegt.

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