Caprylhydroxamic Acid

INCI: CAPRYLHYDROXAMIC ACID
Chelatbildner
Function (EN)
CHELATING
CAS-Nr.
7377-03-9
EC-Nr.
230-936-7
EU-Status
Frei verwendbar
In Produkten
55
Popularität
Platz 153

Caprylhydroxamic Acid ist eine Hydroxamsäure und wird in kosmetischen Rezepturen als Chelatbildner eingesetzt. Die Verbindung gehört chemisch zur Klasse der Hydroxamsäuren, die sich durch eine charakteristische –C(=O)NHOH-Gruppe auszeichnen. In der COSING-Klassifikation wird der Wirkstoff der Funktion Chelatbildner zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

Caprylhydroxamic Acid wird in der COSING-Klassifikation ausschließlich der Funktion Chelatbildner zugeordnet. Chelatbildner binden freie Metallionen – insbesondere Calcium-, Magnesium- und Schwermetallionen – in der Rezeptur und überführen sie in stabile, lösliche Komplexe. Dadurch kann die Substanz dazu beitragen, metallionenbedingte Qualitätsveränderungen in kosmetischen Zubereitungen auf formulierungstechnischer Ebene zu minimieren.

Chemische Einordnung

Die Verbindung gehört zur Klasse der Hydroxamsäuren und leitet sich von der Caprylsäure (Octansäure, C8) ab. Hydroxamsäuren sind bekannt für ihre ausgeprägte Fähigkeit zur Komplexierung von Metallionen, die auf der Chelatstruktur der funktionellen Gruppe beruht. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 7377-03-9 sowie der EC-Nummer 230-936-7 registriert. Aufgrund des mittelkettigen Fettsäurerests weist das Molekül einen amphiphilen Charakter auf.

Vorkommen in Produkten

Caprylhydroxamic Acid kommt bei uns in 55 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Chelatbildner findet der Wirkstoff typischerweise Verwendung in Emulsionen, Cremes, Seren und Reinigungsprodukten, in denen die Stabilisierung der Rezeptur gegenüber Metallioneneinflüssen formulierungstechnisch relevant ist.

Regulatorischer Status in der EU

Caprylhydroxamic Acid ist in der Europäischen Union frei verwendbar. Der Stoff ist Teil der EU-Kosmetiknomenklatur und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.

Was gut zu wissen ist

Aufgrund des amphiphilen Charakters der Verbindung – hydrophiler Hydroxamsäure-Kopf, lipophiler C8-Rest – kann diese Substanz sowohl in wässrigen als auch in gemischten Phasen einer Rezeptur eingearbeitet werden. Chelatbildner werden in der Rezepturentwicklung häufig in Kombination mit anderen formulierungsstabilisierenden Komponenten eingesetzt, um die Gesamtstabilität kosmetischer Zubereitungen auf technischer Ebene zu unterstützen.

Häufige Fragen

Was ist Caprylhydroxamic Acid chemisch?

Caprylhydroxamic Acid ist eine Hydroxamsäure, die sich von der Caprylsäure (Octansäure, C8) ableitet und die charakteristische funktionelle Gruppe –C(=O)NHOH trägt.

Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?

Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Chelatbildner eingesetzt und bindet freie Metallionen in der Formulierung, um metallionenbedingte Qualitätsveränderungen auf formulierungstechnischer Ebene zu reduzieren.

Ist sie in der EU zugelassen?

Caprylhydroxamic Acid ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.

Aktuell haben wir keine Produkte mit Caprylhydroxamic Acid im Sortiment unserer Partner-Shops. Schau später gern nochmal vorbei.