Methylchloroisothiazolinone ist ein synthetisches Konservierungsmittel und gehört chemisch zur Klasse der Isothiazolinone. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz ausschließlich in der COSING-Funktion Konservierungsmittel eingesetzt, um Formulierungen vor mikrobiellem Verderb zu schützen.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation ist Methylchloroisothiazolinone der Funktion Konservierungsmittel zugeordnet. Konservierungsmittel dienen in kosmetischen Zubereitungen dazu, das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen zu hemmen und so die Haltbarkeit und Sicherheit des Produkts über die vorgesehene Verwendungsdauer zu gewährleisten. In der Rezepturpraxis wird der Wirkstoff häufig in Kombination mit Methylisothiazolinone eingesetzt.
Chemische Einordnung
Methylchloroisothiazolinone gehört zur Gruppe der Isothiazolinone, einer Klasse heterozyklischer Verbindungen mit einem schwefel- und stickstoffhaltigen Fünfring. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 26172-55-4 sowie der EC-Nummer 247-500-7 registriert. Als wasserlösliche Verbindung wird sie typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Emulsionen und wässriger Formulierungen eingearbeitet.
Vorkommen in Produkten
Methylchloroisothiazolinone kommt bei uns in 60 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Konservierungsmittel findet sich die Substanz vor allem in wässrigen und emulgierten Zubereitungen wie Lotionen, Shampoos, Duschgels und Feuchttüchern. In Leave-on-Produkten ist der Einsatz regulatorisch eingeschränkt, weshalb die Substanz überwiegend in Rinse-off-Formulierungen anzutreffen ist.
Regulatorischer Status in der EU
Methylchloroisothiazolinone ist in der EU als Konservierungsmittel eingeschränkt zugelassen und im Anhang der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 gelistet. Der Einsatz unterliegt spezifischen Beschränkungen hinsichtlich Produkttyp und Höchstkonzentration, die dem jeweiligen Anhang-Eintrag zu entnehmen sind. Für die konkrete Rezepturgestaltung ist die aktuelle Fassung des Anhangs maßgeblich.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche Verbindung wird Methylchloroisothiazolinone in der Rezepturpraxis in der wässrigen Phase eingearbeitet. Die Substanz ist pH-empfindlich; ihre konservierende Wirksamkeit ist im sauren bis leicht neutralen pH-Bereich am stabilsten, was bei der Formulierungsplanung zu berücksichtigen ist. In der kosmetischen Industrie wird sie häufig als Gemisch mit Methylisothiazolinone (MCI/MI) verwendet.
Häufige Fragen
Was ist Methylchloroisothiazolinone chemisch?
Methylchloroisothiazolinone ist eine heterozyklische Verbindung aus der Klasse der Isothiazolinone mit einem schwefel- und stickstoffhaltigen Fünfring. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 26172-55-4 registriert.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Gemäß COSING-Klassifikation wird Methylchloroisothiazolinone ausschließlich als Konservierungsmittel eingesetzt, um kosmetische Zubereitungen vor mikrobiellem Verderb zu schützen und ihre Haltbarkeit zu sichern.
Ist es in der EU zugelassen?
Ja, die Substanz ist in der EU zugelassen, jedoch eingeschränkt. Der Einsatz ist durch den entsprechenden Anhang der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 reguliert und an spezifische Bedingungen geknüpft.























