GERANIOL ist ein Monoterpen-Alkohol und gehört chemisch zur Klasse der azyklischen Monoterpene. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz nach COSING-Klassifikation als Duftstoff (parfümierend) sowie in tonisierender Funktion eingesetzt. Die Verbindung kommt sowohl in ätherischen Ölen pflanzlicher Herkunft vor als auch synthetisch hergestellt in der kosmetischen Industrie Verwendung.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
GERANIOL wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Parfümierend/Duftstoff sowie Tonisierend zugeordnet. In der parfümierenden Funktion trägt die Substanz zum Geruchsprofil einer kosmetischen Zubereitung bei. Die tonisierende Funktion beschreibt eine ergänzende Rolle in der Rezepturgestaltung. Beide Funktionen sind in der COSING-Datenbank der Europäischen Kommission für diesen Wirkstoff hinterlegt.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der azyklischen Monoterpen-Alkohole (Summenformel C₁₀H₁₈O). Monoterpen-Alkohole sind in der Regel lipophil und weisen eine begrenzte Wasserlöslichkeit auf; sie werden in Rezepturen typischerweise in der Ölphase oder über geeignete Lösungsvermittler eingearbeitet. GERANIOL ist unter der CAS-Nummer 106-24-1 sowie der EC-Nummer 203-377-1 registriert.
Vorkommen in Produkten
GERANIOL kommt bei uns in 369 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner parfümierenden Funktion findet die Substanz typischerweise Verwendung in Parfüms, Eau de Toilette, Körperlotionen, Cremes sowie Haar- und Körperpflegeprodukten. Auch in Rinse-off-Formulierungen wie Duschgelen und Shampoos ist der Wirkstoff anzutreffen.
Regulatorischer Status in der EU
GERANIOL unterliegt in der EU einem eingeschränkten Status gemäß Anhang der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Darüber hinaus ist die Substanz als deklarationspflichtiges Duftallergen gemäß EU Anhang III eingestuft. Das bedeutet: GERANIOL muss in der Zutatenliste eines kosmetischen Produkts namentlich aufgeführt werden, sobald es in Leave-on-Produkten in einer Konzentration über 0,001 % oder in Rinse-off-Produkten über 0,01 % enthalten ist.
Was gut zu wissen ist
Als lipophiler Monoterpen-Alkohol wird GERANIOL in der Rezepturpraxis üblicherweise in der Ölphase einer Wasser-Öl-Emulsion eingearbeitet oder über geeignete Lösungsvermittler in wässrige Systeme eingebracht. Bei der Formulierung ist die Deklarationspflicht als Duftallergen zu berücksichtigen, was eine genaue Dokumentation der eingesetzten Menge in der Rezeptur erfordert.
Häufige Fragen
Was ist GERANIOL chemisch?
GERANIOL ist ein azyklischer Monoterpen-Alkohol (C₁₀H₁₈O), der zur Klasse der Terpene gehört und sowohl in ätherischen Ölen pflanzlicher Herkunft vorkommt als auch synthetisch hergestellt werden kann.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Die Substanz wird nach COSING-Klassifikation in kosmetischen Rezepturen als Duftstoff (parfümierend) sowie in tonisierender Funktion eingesetzt und ist Bestandteil des Geruchsprofils zahlreicher Zubereitungen.
Ist GERANIOL in der EU zugelassen?
GERANIOL ist in der EU mit eingeschränktem Status gemäß Anhang der EU-Kosmetikverordnung zugelassen. Als deklarationspflichtiges Duftallergen nach EU Anhang III muss es ab bestimmten Konzentrationen (über 0,001 % in Leave-on-, über 0,01 % in Rinse-off-Produkten) namentlich in der Zutatenliste ausgewiesen werden.























