CITRONELLOL ist ein Terpen-Alkohol und wird in kosmetischen Rezepturen als parfümierender Wirkstoff eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der azyklischen Monoterpen-Alkohole und kommt sowohl in synthetischer Form als auch in ätherischen Ölen natürlicher Herkunft vor. In der COSING-Klassifikation wird sie der Funktion Parfümierend/Duftstoff zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
CITRONELLOL wird in der COSING-Klassifikation ausschließlich der Funktion Parfümierend/Duftstoff zugeordnet. In dieser Rolle trägt die Substanz zur olfaktorischen Charakteristik einer kosmetischen Zubereitung bei. Sie wird entsprechend in Formulierungen eingesetzt, bei denen eine Beduftung des Endprodukts beabsichtigt ist, und ist in der kosmetischen Industrie ein verbreiteter Bestandteil von Duftkompositionen.
Chemische Einordnung
CITRONELLOL gehört zur chemischen Klasse der azyklischen Monoterpen-Alkohole. Als lipophile Verbindung weist das Molekül eine geringe Wasserlöslichkeit auf und ist typischerweise in der Ölphase kosmetischer Emulsionen löslich. Die Substanz ist unter anderem unter der CAS-Nummer 106-22-9 sowie 7540-51-4 (für das (R)-Enantiomer) registriert; die zugehörigen EC-Nummern lauten u. a. 203-375-0 und 231-415-7.
Vorkommen in Produkten
CITRONELLOL kommt bei uns in 411 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Duftstoff findet sich die Substanz typischerweise in parfümierten Zubereitungen wie Körperlotionen, Cremes, Duschgelen, Shampoos sowie dekorativer Kosmetik. Sowohl Leave-on- als auch Rinse-off-Produkte können die Verbindung enthalten.
Regulatorischer Status in der EU
CITRONELLOL ist in der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 als eingeschränkter Stoff gelistet (siehe Anhang). Darüber hinaus ist die Substanz als deklarationspflichtiges Duftallergen gemäß Anhang III eingestuft. Das bedeutet: In Leave-on-Produkten muss CITRONELLOL ab einer Konzentration von 0,001 % und in Rinse-off-Produkten ab 0,01 % namentlich in der Zutatenliste ausgewiesen werden.
Was gut zu wissen ist
Als lipophile Verbindung wird CITRONELLOL in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase einer Wasser-Öl-Emulsion eingearbeitet oder als Bestandteil eines Duftkomplexes zugegeben. Bei der Formulierung ist die deklarationspflichtige Einstufung als Duftallergen zu berücksichtigen, da dies Konsequenzen für die Kennzeichnung des Endprodukts hat. Die Beurteilung der individuellen Verträglichkeit bei bekannter Duftstoff-Sensibilisierung obliegt einer Fachkraft.
Häufige Fragen
Was ist CITRONELLOL chemisch?
CITRONELLOL ist ein azyklischer Monoterpen-Alkohol. Die Verbindung kommt in mehreren stereoisomeren Formen vor und ist sowohl synthetisch herstellbar als auch in ätherischen Ölen natürlicher Herkunft enthalten.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
In der COSING-Klassifikation wird CITRONELLOL der Funktion Parfümierend/Duftstoff zugeordnet. Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen eingesetzt, um Produkten eine olfaktorische Charakteristik zu verleihen.
Ist er in der EU zugelassen?
CITRONELLOL ist in der EU als eingeschränkter Stoff gemäß Anhang der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 gelistet. Zusätzlich besteht eine Deklarationspflicht als Duftallergen nach Anhang III: ab 0,001 % in Leave-on-Produkten und ab 0,01 % in Rinse-off-Produkten muss die Substanz namentlich in der Zutatenliste aufgeführt werden.























