ZINC STEARATE ist ein Zinksalz der Stearinsäure und gehört chemisch zur Klasse der Metallseifen. In kosmetischen Rezepturen wird die Substanz der COSING-Klassifikation zufolge als Rieselhilfe, Farbstoff, Slip Modifier und Viskositätsregler eingesetzt.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden ZINC STEARATE vier Funktionsrollen zugeordnet. Als Rieselhilfe verbessert die Substanz die Fließ- und Streueigenschaften pulverförmiger Zubereitungen. Als Slip Modifier beeinflusst sie das Gleit- und Auftragsverhalten einer Formulierung auf der Haut. Als Viskositätsregler trägt sie zur Einstellung der Konsistenz kosmetischer Zubereitungen bei. Darüber hinaus ist die Verbindung als Farbstoff klassifiziert.
Chemische Einordnung
ZINC STEARATE gehört zur Klasse der Metallseifen und entsteht durch Verbindung von Zink mit Stearinsäure, einer gesättigten Fettsäure. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 557-05-1 sowie der EC-Nummer 209-151-9 registriert. Als Metallseife ist die Verbindung in Wasser schwer löslich, jedoch in organischen Lösungsmitteln und Ölen löslich — eine Eigenschaft, die für ihre Verarbeitung in kosmetischen Formulierungen relevant ist.
Vorkommen in Produkten
ZINC STEARATE kommt bei uns in 9 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Rieselhilfe und Slip Modifier findet sich der Wirkstoff typischerweise in Puder-Formulierungen wie Körperpudern, Gesichtspudern und dekorativen Kosmetikprodukten. Auch in Kompaktprodukten und Lidschatten-Formulierungen wird die Substanz eingesetzt, wo sie zur Textur und zum Auftragsverhalten beiträgt.
Regulatorischer Status in der EU
ZINC STEARATE unterliegt in der EU einem eingeschränkten Status gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 und ist im entsprechenden Anhang gelistet. Für den konkreten Einsatz in kosmetischen Produkten sind die dort festgelegten Bedingungen und Einschränkungen maßgeblich. Eine Prüfung des aktuellen Anhangs wird für die Rezepturentwicklung empfohlen.
Was gut zu wissen ist
Als Metallseife mit lipophilem Charakter wird ZINC STEARATE in der Regel in der Fettphase oder in pulverförmigen Mischungen einer Rezeptur eingearbeitet. Die Substanz ist intern der Wirkstoff-Rubrik Farbstoffe zugeordnet, erfüllt in der Praxis jedoch mehrere Funktionsrollen gleichzeitig. Bei der Formulierungsentwicklung ist der eingeschränkte EU-Status zu berücksichtigen und der aktuelle Anhang der Kosmetikverordnung zu konsultieren.
Häufige Fragen
Was ist Zinc Stearate chemisch?
ZINC STEARATE ist ein Zinksalz der Stearinsäure und gehört zur Klasse der Metallseifen. Die Verbindung ist unter der CAS-Nummer 557-05-1 registriert.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird ZINC STEARATE in kosmetischen Rezepturen als Rieselhilfe, Farbstoff, Slip Modifier und Viskositätsregler eingesetzt, vorwiegend in pulverförmigen und dekorativen Formulierungen.
Ist Zinc Stearate in der EU zugelassen?
Die Substanz ist in der EU zugelassen, unterliegt jedoch einem eingeschränkten Status gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die geltenden Bedingungen sind dem jeweiligen Anhang der Verordnung zu entnehmen.