Mica

INCI: MICA
Rieselhilfe, Füllstoff, Farbstoff, Trübungsmittel
Function (EN)
ANTICAKING, BULKING, COLORANT, OPACIFYING
CAS-Nr.
12001-26-2
EC-Nr.
310-127-6 (I)
EU-Status
Frei verwendbar
In Produkten
56
Popularität
Platz 151

MICA ist ein natürlich vorkommendes Schichtmineral aus der Gruppe der Phyllosilikate und wird in kosmetischen Rezepturen als Farbstoff, Füllstoff, Rieselhilfe und Trübungsmittel eingesetzt. Die Substanz liegt in Form feiner, plättchenförmiger Partikel vor, die charakteristische optische Eigenschaften erzeugen. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung werden ihr vier Funktionsrollen zugeordnet.

Funktion in kosmetischen Rezepturen

MICA wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Farbstoff, Füllstoff, Rieselhilfe und Trübungsmittel zugeordnet. Als Farbstoff verleiht die plättchenförmige Struktur des Minerals Formulierungen einen charakteristischen Glanz- oder Perlglanzeffekt. Als Füllstoff trägt es zur Textur und Konsistenz pulverförmiger Zubereitungen bei. Die Funktion als Rieselhilfe verbessert die Fließeigenschaften von Pulverformulierungen, während die Trübungsmittel-Funktion die optische Erscheinung von Emulsionen beeinflusst.

Chemische Einordnung

MICA gehört chemisch zur Gruppe der Phyllosilikate (Schichtsilikate) und besteht aus übereinander gelagerten Silikatschichten mit eingelagerten Kationen. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 12001-26-2 und der EC-Nummer 310-127-6 registriert. Als anorganisches Mineral ist MICA wasserunlöslich; es wird in Rezepturen typischerweise in der Pulver- oder Ölphase dispergiert. Die charakteristische Plättchenstruktur des Minerals ist für seine optischen Eigenschaften in kosmetischen Zubereitungen maßgeblich.

Vorkommen in Produkten

MICA kommt bei uns in 56 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner Funktion als Farbstoff und Füllstoff findet sich die Substanz besonders häufig in dekorativen Kosmetikprodukten wie Lidschatten, Highlightern, Pudern, Foundations und Lippenprodukten. Auch in Körperpflegeprodukten wie Körperlotionen oder Badeformulierungen, bei denen ein Perlglanzeffekt gewünscht ist, tritt MICA als Formulierungsbestandteil auf.

Regulatorischer Status in der EU

MICA ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten, die im europäischen Markt in Verkehr gebracht werden, ohne besondere Auflagen einsetzbar. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.

Was gut zu wissen ist

Als wasserunlösliches, anorganisches Mineral wird MICA in Rezepturen typischerweise nicht in der wässrigen Phase gelöst, sondern als Feststoff dispergiert oder in die Ölphase eingearbeitet. Die Partikelgröße des eingesetzten Mahlguts beeinflusst die optischen und texturellen Eigenschaften der fertigen Formulierung. In der kosmetischen Industrie wird MICA häufig zusammen mit weiteren anorganischen Pigmenten oder Perlglanzpigmenten in Rezepturen eingesetzt.

Häufige Fragen

Was ist MICA chemisch?

MICA ist ein natürlich vorkommendes Schichtsilikat (Phyllosilikat) mit einer charakteristischen plättchenförmigen Kristallstruktur. Es handelt sich um ein anorganisches Mineral, das unter der CAS-Nummer 12001-26-2 registriert ist.

Wozu wird MICA in Kosmetik eingesetzt?

Gemäß COSING-Klassifikation erfüllt MICA in kosmetischen Rezepturen die Funktionen Farbstoff, Füllstoff, Rieselhilfe und Trübungsmittel. Es wird insbesondere in dekorativer Kosmetik zur Erzeugung von Glanz- und Perlglanzeffekten sowie zur Texturgebung eingesetzt.

Ist MICA in der EU zugelassen?

Ja, MICA ist in der EU frei verwendbar und unterliegt gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 keinen spezifischen Beschränkungen. Eine besondere Kennzeichnungspflicht als Duftallergen besteht nicht.

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