TRITICUM VULGARE STARCH ist ein aus Weizen (Triticum vulgare) gewonnenes Polysaccharid und wird in kosmetischen Rezepturen als Abrasiv, Bindemittel, Füllstoff und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Stärken, die aus den Glucosepolymeren Amylose und Amylopektin aufgebaut sind. In der internen Wirkstoff-Rubrik wird sie den Konsistenzgebern zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation werden TRITICUM VULGARE STARCH die Funktionen Abrasiv, Absorbierend, Bindemittel, Füllstoff und Viskositätsregler zugeordnet. Als Abrasiv dient die Substanz der mechanischen Reinigung in Peelingformulierungen. In ihrer absorbierenden Funktion nimmt sie Feuchtigkeit und Fette auf. Als Bindemittel trägt sie zur Kohäsion von Pulvermischungen bei, als Füllstoff zur Volumengebung und als Viskositätsregler zur Einstellung der Textur wässriger Zubereitungen.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der nativen pflanzlichen Stärken und ist ein hochmolekulares Polysaccharid, das aus Glucose-Einheiten aufgebaut ist. Stärken sind in kaltem Wasser weitgehend unlöslich, quellen jedoch in heißem Wasser zu einem Gel auf — eine Eigenschaft, die in Rezepturen gezielt genutzt wird. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9005-25-8 sowie der EC-Nummer 232-679-6 registriert.
Vorkommen in Produkten
TRITICUM VULGARE STARCH kommt bei uns in 6 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund ihrer Funktionen als Abrasiv und Viskositätsregler findet sich die Substanz typischerweise in Peelingprodukten, Körperpudern, Trockenshampoos sowie in Emulsionen und Pasten, bei denen eine Anpassung der Textur oder Konsistenz erforderlich ist.
Regulatorischer Status in der EU
Der Stoff ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Als Polysaccharid auf pflanzlicher Basis wird Weizenstärke in der Regel in der Pulver- oder wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Wasserlösliche bzw. quellende Stärken werden typischerweise unter Wärmezufuhr in die wässrige Phase eingearbeitet, um ihre verdickende Wirkung zu entfalten. Formulierer sollten beachten, dass der Stoff aus Weizen gewonnen wird, was bei der Produktkennzeichnung für bestimmte Zielgruppen relevant sein kann.
Häufige Fragen
Was ist TRITICUM VULGARE STARCH chemisch?
Es handelt sich um ein pflanzliches Polysaccharid aus Weizen (Triticum vulgare), das aus den Glucosepolymeren Amylose und Amylopektin aufgebaut ist und zur Klasse der nativen Stärken gehört.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Gemäß COSING-Klassifikation wird der Wirkstoff als Abrasiv zur mechanischen Reinigung, als Absorbens, als Bindemittel in Pulverformulierungen, als Füllstoff sowie als Viskositätsregler in kosmetischen Zubereitungen eingesetzt.
Ist er in der EU zugelassen?
Ja, TRITICUM VULGARE STARCH ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.