TAPIOCA STARCH ist ein pflanzliches Polysaccharid, das aus der Maniokwurzel (Manihot esculenta) gewonnen wird, und wird in kosmetischen Rezepturen als Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Stärken und besteht aus den Glucosepolymeren Amylose und Amylopektin. In der COSING-Klassifikation wird sie der Funktion Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
TAPIOCA STARCH wird in der COSING-Klassifikation der Funktion Viskositätsregler zugeordnet. In dieser Rolle beeinflusst die Substanz die Fließeigenschaften und Konsistenz kosmetischer Zubereitungen. Stärken dieser Klasse können in Rezepturen dazu beitragen, die Textur zu stabilisieren und die Verarbeitbarkeit der Formulierung zu steuern. Die interne Wirkstoff-Rubrik ordnet den Stoff den Konsistenzgebern zu, was die verdickende Eigenschaft in der Rezeptur unterstreicht.
Chemische Einordnung
Die Substanz gehört zur Klasse der nativen Stärken und ist ein hochmolekulares Polysaccharid aus Glucoseeinheiten. Stärken sind in kaltem Wasser weitgehend unlöslich; in heißem Wasser quellen sie auf und bilden Gele. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9005-25-8 und der EC-Nummer 232-679-6 registriert. Der pflanzliche Ursprung aus Maniok unterscheidet sie von Stärken anderer botanischer Quellen, ohne dass sich daraus eine abweichende chemische Grundklasse ergibt.
Vorkommen in Produkten
TAPIOCA STARCH kommt bei uns in 41 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund der Funktion als Viskositätsregler und Konsistenzgeber findet sich die Substanz typischerweise in Pudern, Körperpflegeprodukten, Gesichtsmasken sowie in Emulsionen, bei denen eine angepasste Textur und ein trockenes Hautgefühl nach der Anwendung angestrebt werden.
Regulatorischer Status in der EU
TAPIOCA STARCH ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Substanz ist nicht als Duftallergen eingestuft, sodass keine besondere Deklarationspflicht nach Anhang III besteht.
Was gut zu wissen ist
Als wasserquellfähiges Polysaccharid wird TAPIOCA STARCH in der Regel in der wässrigen Phase oder als Trockenkomponente in Pulverformulierungen eingearbeitet. Die Quelleigenschaften der Stärke sind temperaturabhängig, was bei der Herstellung wässriger Zubereitungen rezepturtechnisch zu berücksichtigen ist. In Kombination mit anderen Polysacchariden oder Verdickungsmitteln kann die Textur der Rezeptur gezielt angepasst werden.
Häufige Fragen
Was ist TAPIOCA STARCH chemisch?
TAPIOCA STARCH ist ein natives Polysaccharid aus der Maniokwurzel, das aus den Glucosepolymeren Amylose und Amylopektin aufgebaut ist und zur Klasse der pflanzlichen Stärken gehört.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Die Substanz wird in kosmetischen Rezepturen als Viskositätsregler eingesetzt und beeinflusst die Konsistenz sowie die Fließeigenschaften von Formulierungen.
Ist sie in der EU zugelassen?
Ja, TAPIOCA STARCH ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Einschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.





