Succinoglycan ist ein mikrobielles Polysaccharid und wird in kosmetischen Rezepturen als hautkonditionierender Wirkstoff eingesetzt. Die Substanz gehört chemisch zur Klasse der Heteropolysaccharide und wird durch bakterielle Fermentation gewonnen. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung ist ihr die Funktion „Hautkonditionierend” zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
Succinoglycan wird in der COSING-Klassifikation der Funktion „Hautkonditionierend” zugeordnet. Hautkonditionierende Wirkstoffe dienen in kosmetischen Zubereitungen dazu, das Erscheinungsbild der Haut auf der Oberfläche zu beeinflussen. Als Polysaccharid ist die Substanz in der Lage, in wässrigen Systemen filmbildende und viskositätserhöhende Eigenschaften zu entfalten, was für ihre Einarbeitung in Rezepturen relevant ist.
Chemische Einordnung
Succinoglycan gehört zur Klasse der Heteropolysaccharide und wird durch Fermentation mit Agrobacterium-Bakterien produziert. Das Molekül besteht aus einem Grundgerüst aus Glucose- und Galactose-Einheiten, die mit Succinat- und Pyruvat-Gruppen substituiert sind. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 73667-50-2 registriert. Aufgrund ihrer polaren, hydrophilen Struktur ist sie in Wasser löslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Emulsionen eingearbeitet.
Vorkommen in Produkten
Succinoglycan kommt bei uns in 8 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner hautkonditionierenden Funktion und seiner Eigenschaften als wasserlösliches Polysaccharid findet es sich typischerweise in wässrigen Zubereitungen wie Cremes, Lotionen und Seren. Auch in Gelen und anderen viskosen Formulierungen kann die Substanz als Formulierungsbestandteil auftreten.
Regulatorischer Status in der EU
Succinoglycan ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten auf dem europäischen Markt zugelassen.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliches Polysaccharid wird Succinoglycan typischerweise in der wässrigen Phase einer Rezeptur eingearbeitet. Polysaccharide dieser Klasse können in wässrigen Systemen die Viskosität und Textur einer Formulierung beeinflussen, was bei der Rezepturentwicklung zu berücksichtigen ist. Die Substanz wird biotechnologisch durch mikrobielle Fermentation hergestellt, was sie von rein synthetisch oder pflanzlich gewonnenen Polymeren unterscheidet.
Häufige Fragen
Was ist Succinoglycan chemisch?
Succinoglycan ist ein Heteropolysaccharid, das durch bakterielle Fermentation gewonnen wird. Es besteht aus Glucose- und Galactose-Einheiten, die mit Succinat- und Pyruvat-Gruppen substituiert sind, und ist unter der CAS-Nummer 73667-50-2 registriert.
Wozu wird dieser Wirkstoff in Kosmetik eingesetzt?
Succinoglycan wird in der COSING-Klassifikation der Funktion „Hautkonditionierend” zugeordnet. In kosmetischen Rezepturen dient es dazu, das Erscheinungsbild der Hautoberfläche zu beeinflussen, und wird häufig in wässrigen Formulierungen wie Cremes, Lotionen und Seren eingesetzt.
Ist Succinoglycan in der EU zugelassen?
Ja, Succinoglycan ist in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.






















