Sodium Monofluorophosphate ist eine anorganische Fluorverbindung und wird in kosmetischen Rezepturen gemäß COSING-Klassifikation den Funktionen Mundpflege und Gegen Zahnbelag zugeordnet. Die Substanz gehört chemisch zur Gruppe der anorganischen Phosphatsalze und enthält kovalent gebundenes Fluorid. In der kosmetischen Industrie findet sie vorrangig in Zubereitungen zur Mundhygiene Verwendung.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation wird Sodium Monofluorophosphate den Funktionen Mundpflege und Gegen Zahnbelag zugeordnet. Als Mundpflegewirkstoff ist die Substanz ein etablierter Bestandteil von Zubereitungen zur Mundhygiene. Die Funktion gegen Zahnbelag beschreibt die Einordnung in Rezepturen, die auf die Pflege der Zahnoberfläche ausgerichtet sind. Beide Funktionsrollen sind auf den Einsatz in der Mundhöhle beschränkt.
Chemische Einordnung
Sodium Monofluorophosphate ist ein anorganisches Natriumsalz der Monofluorphosphorsäure. Die Verbindung enthält eine kovalente P–F-Bindung, was sie chemisch von ionischen Fluoridsalzen wie Natriumfluorid unterscheidet. Die Substanz ist wasserlöslich und wird typischerweise in der wässrigen Phase kosmetischer Zubereitungen eingearbeitet. Sie ist unter den CAS-Nummern 10163-15-2 und 7631-97-2 sowie den EC-Nummern 233-433-0 und 231-552-2 registriert.
Vorkommen in Produkten
Sodium Monofluorophosphate kommt bei uns in 17 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner COSING-Funktionsklassifikation tritt die Verbindung typischerweise in Zahnpasten und anderen Mundpflegeprodukten auf. Rinse-off-Zubereitungen wie Mundspülungen stellen einen weiteren üblichen Anwendungsbereich dar. In anderen kosmetischen Produktkategorien wie Hautpflege oder Haarpflege ist die Substanz nicht gebräuchlich.
Regulatorischer Status in der EU
Sodium Monofluorophosphate ist in der EU als eingeschränkter Stoff eingestuft und unterliegt den Regelungen des Anhangs der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Das bedeutet, dass für den Einsatz in kosmetischen Produkten spezifische Bedingungen und Höchstmengen gelten, die im jeweiligen Anhang festgelegt sind. Eine Verwendung außerhalb dieser Vorgaben ist nicht zulässig.
Was gut zu wissen ist
Als wasserlösliche anorganische Verbindung wird Sodium Monofluorophosphate in der Rezepturpraxis typischerweise in der wässrigen Phase einer Zubereitung gelöst. Bei der Formulierung ist die Kompatibilität mit anderen Rezepturbestandteilen zu prüfen, da anorganische Phosphatsalze mit bestimmten mehrwertigen Kationen schwerlösliche Verbindungen bilden können. Die Einhaltung der im Anhang der EU-Kosmetikverordnung festgelegten Bedingungen ist bei der Rezepturentwicklung verbindlich zu berücksichtigen.
Häufige Fragen
Was ist Sodium Monofluorophosphate chemisch?
Sodium Monofluorophosphate ist ein anorganisches Natriumsalz der Monofluorphosphorsäure mit einer kovalenten P–F-Bindung. Es gehört zur Gruppe der anorganischen Phosphatsalze und ist gut wasserlöslich.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Die Verbindung wird in der COSING-Klassifikation den Funktionen Mundpflege und Gegen Zahnbelag zugeordnet. Sie findet daher vorrangig in Zahnpasten und vergleichbaren Mundpflegeprodukten Verwendung.
Ist Sodium Monofluorophosphate in der EU zugelassen?
Ja, die Substanz ist in der EU zugelassen, jedoch als eingeschränkter Stoff eingestuft. Der Einsatz in kosmetischen Produkten ist an die Bedingungen des entsprechenden Anhangs der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 gebunden.
