POLYETHYLENE ist ein synthetisches Polymer aus der Klasse der Polyolefine und wird in kosmetischen Rezepturen als Abrasiv, Filmbildner und Viskositätsregler eingesetzt. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9002-88-4 registriert. In der COSING-Klassifikation der EU-Kosmetikverordnung wird sie den Funktionen Abrasiv, Filmbildend und Viskositätsregler zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
In der COSING-Klassifikation erfüllt POLYETHYLENE drei Funktionsrollen. Als Abrasiv dient es der mechanischen Reinigung, indem feine Partikel der Substanz Verunreinigungen von der Hautoberfläche lösen können. In seiner filmbildenden Funktion legt es sich als dünne Schicht auf Oberflächen. Als Viskositätsregler beeinflusst es die Fließeigenschaften und Konsistenz kosmetischer Zubereitungen.
Chemische Einordnung
POLYETHYLENE gehört chemisch zur Klasse der Polyolefine und ist ein durch Polymerisation von Ethylen gewonnenes Makromolekül. Es handelt sich um einen lipophilen, wasserunlöslichen Kunststoff, der in kosmetischen Anwendungen typischerweise in Form von Mikrogranulaten oder Wachsen vorliegt. Die Substanz ist unter der CAS-Nummer 9002-88-4 registriert. Je nach Molekulargewicht und Verarbeitungsform variieren die physikalischen Eigenschaften der Verbindung erheblich.
Vorkommen in Produkten
POLYETHYLENE kommt bei uns in 18 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund seiner abrasiven Funktion findet es sich typischerweise in Peelingprodukten und mechanischen Reinigungszubereitungen. In seiner Rolle als Viskositätsregler und Filmbildner ist die Substanz darüber hinaus in Lippenpflegeprodukten, Mascaras und anderen Formulierungen anzutreffen, bei denen Konsistenz und Textur eine zentrale Rolle spielen.
Regulatorischer Status in der EU
POLYETHYLENE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt keinen spezifischen Beschränkungen nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht. Der Stoff ist Bestandteil der EU-Kosmetiknomenklatur und in kosmetischen Produkten innerhalb der EU ohne besondere Auflagen einsetzbar.
Was gut zu wissen ist
Als wasserunlösliches, lipophiles Polymer wird POLYETHYLENE in der Rezepturpraxis typischerweise in der Ölphase oder als eigenständige Feststoffkomponente eingearbeitet. In Formulierungen, die auf mechanische Reinigung ausgelegt sind, ist die Partikelgröße ein relevanter technischer Parameter. Hinsichtlich der Umweltdiskussion um Mikroplastik in Kosmetika ist POLYETHYLENE als synthetisches Polymer ein Stoff, der in der Fachdiskussion Beachtung findet — eine regulatorische Einschränkung besteht zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht.
Häufige Fragen
Was ist POLYETHYLENE chemisch?
POLYETHYLENE ist ein synthetisches Polymer aus der Klasse der Polyolefine, das durch Polymerisation von Ethylen gewonnen wird. Es ist wasserunlöslich und lipophil und liegt je nach Molekulargewicht als Wachs oder Granulat vor.
Wozu wird diese Substanz in Kosmetik eingesetzt?
Laut COSING-Klassifikation wird POLYETHYLENE in kosmetischen Rezepturen als Abrasiv für die mechanische Reinigung, als Filmbildner sowie als Viskositätsregler zur Steuerung der Konsistenz von Zubereitungen eingesetzt.
Ist es in der EU zugelassen?
POLYETHYLENE ist in der EU frei verwendbar und unterliegt nach der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 keinen spezifischen Beschränkungen. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.