PHOSPHOLIPIDS sind eine Klasse amphiphiler Lipide und werden in kosmetischen Rezepturen als hautkonditionierende Wirkstoffe eingesetzt. Chemisch bestehen Phospholipide aus einem Glyceringerüst, zwei Fettsäureresten und einer phosphathaltigen Kopfgruppe, was ihnen sowohl hydrophile als auch lipophile Eigenschaften verleiht. In der COSING-Klassifikation wird die Substanzgruppe der Funktion „Hautkonditionierend” zugeordnet.
Funktion in kosmetischen Rezepturen
PHOSPHOLIPIDS werden in der COSING-Klassifikation der Funktion „Hautkonditionierend” zugeordnet. Hautkonditionierende Wirkstoffe dienen in kosmetischen Zubereitungen dazu, das Erscheinungsbild der Haut zu erhalten und die Beschaffenheit der Hautoberfläche zu unterstützen. Aufgrund ihrer amphiphilen Molekülstruktur können Phospholipide in Rezepturen zudem als grenzflächenaktive Komponenten wirken und finden sich häufig in Emulsionssystemen.
Chemische Einordnung
Phospholipide gehören zur Klasse der Glycerophospholipide innerhalb der übergeordneten Lipidgruppe. Ihr Molekül vereint eine polare, wasserlösliche Kopfgruppe mit zwei unpolaren, fettlöslichen Fettsäureketten — ein Merkmal, das als amphiphil bezeichnet wird. Diese Eigenschaft macht sie sowohl in der wässrigen Phase als auch an Grenzflächen von Wasser-Öl-Emulsionen einsetzbar. Die Substanzgruppe ist unter der CAS-Nummer 123465-35-0 registriert.
Vorkommen in Produkten
PHOSPHOLIPIDS kommen bei uns in 11 kosmetischen Produkten des deutschen Markts vor. Aufgrund ihrer hautkonditionierenden Funktion finden sie sich typischerweise in Cremes, Seren und Lotionen. Ihre amphiphile Struktur macht sie darüber hinaus für Emulsionen verschiedener Typen interessant, weshalb sie in der kosmetischen Industrie sowohl in Pflege- als auch in dekorativen Zubereitungen eingesetzt werden.
Regulatorischer Status in der EU
PHOSPHOLIPIDS sind in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine spezifischen Beschränkungen oder Auflagen gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Eine Deklarationspflicht als Duftallergen besteht nicht.
Was gut zu wissen ist
Da Phospholipide amphiphile Moleküle sind, werden sie in der Rezepturpraxis je nach Formulierungsziel sowohl in der wässrigen als auch in der Ölphase einer Zubereitung eingearbeitet oder an der Grenzfläche beider Phasen eingesetzt. Für eine stabile Einarbeitung in kosmetische Zubereitungen ist die Verträglichkeit mit weiteren Rezepturbestandteilen auf Formulierungsebene zu prüfen.
Häufige Fragen
Was sind PHOSPHOLIPIDS chemisch?
Phospholipide sind amphiphile Glycerophospholipide, die aus einem Glyceringerüst, zwei Fettsäureresten und einer phosphathaltigen Kopfgruppe aufgebaut sind. Diese Struktur verleiht ihnen gleichzeitig hydrophile und lipophile Eigenschaften.
Wozu werden PHOSPHOLIPIDS in Kosmetik eingesetzt?
In kosmetischen Rezepturen werden sie gemäß COSING-Klassifikation als hautkonditionierende Wirkstoffe eingesetzt. Sie kommen häufig in Emulsionen, Cremes und Seren vor.
Sind PHOSPHOLIPIDS in der EU zugelassen?
Ja, PHOSPHOLIPIDS sind in der EU als kosmetischer Inhaltsstoff frei verwendbar. Es bestehen keine besonderen Einschränkungen nach der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009.