Die PMU Nachbehandlung ist eine Folgesitzung, die nach einer abgeheilten Permanent-Make-up-Erstbehandlung stattfindet. Ziel ist die Korrektur von Farbverläufen, das Nachpigmentieren ausgeblichener Stellen sowie das Verfeinern der Form. Sie ist fester Bestandteil des PMU-Prozesses und in der Regel nach der vollständigen Abheilung der Erstbehandlung vorgesehen.
So läuft die Behandlung im Studio ab
- Anamnese und Begutachtung: Zunächst beurteilt die Fachkraft das abgeheilte Ergebnis der Erstbehandlung — Farbverteilung, Symmetrie und eventuelle Lücken werden dokumentiert.
- Beratungsgespräch: Gemeinsam mit der Fachkraft wird besprochen, welche Bereiche nachpigmentiert oder korrigiert werden sollen und ob Anpassungen an Form oder Farbton gewünscht sind.
- Vorbereitung der Haut: Das Behandlungsareal wird gereinigt und desinfiziert. Bei Bedarf wird ein topisches Betäubungsmittel aufgetragen und einwirken gelassen.
- Konturierung: Die Fachkraft zeichnet die gewünschte Form vor, die als Vorlage für die Pigmentierung dient.
- Nachpigmentierung: Mit einem PMU-Gerät und sterilen Nadeln wird Pigment in die oberen Hautschichten eingebracht — in denselben Techniken wie bei der Erstbehandlung, etwa Härchenzeichnung oder Schattierung.
- Farbkontrolle: Nach dem Einbringen des Pigments prüft die Fachkraft die Gleichmäßigkeit der Farbverteilung und nimmt bei Bedarf punktuelle Korrekturen vor.
- Abschluss und Pflege: Das behandelte Areal wird gereinigt, ein pflegendes Mittel aufgetragen und die Fachkraft gibt Hinweise zur Nachsorge mit.
Für welches Hautbild ist die Behandlung angelegt?
Angelegt ist die PMU Nachbehandlung auf Personen, die bereits eine PMU-Erstbehandlung erhalten haben und bei denen nach vollständiger Abheilung — in der Regel nach vier bis acht Wochen — Farbverluste, ungleichmäßige Pigmentverteilung oder kleine Lücken sichtbar sind. Das ist nach einer Erstbehandlung ein normaler Verlauf, da die Haut einen Teil des Pigments während des Heilungsprozesses abbaut. Besonders bei fettiger oder zur Regeneration neigender Haut kann der Pigmentverlust stärker ausfallen, weshalb die Nachbehandlung in diesen Fällen besonders relevant ist. Auch bei Korrekturen an Farbe oder Form nach der Erstbehandlung ist diese Sitzung der geeignete Zeitpunkt.
Wann du die Behandlung besser meiden solltest
- Haut im Behandlungsareal noch nicht vollständig abgeheilt nach der Erstbehandlung
- Aktive Hauterkrankungen im Behandlungsbereich (z. B. Ekzem, Psoriasis, Herpes)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Einnahme von Blutverdünnern oder Isotretinoin
- Frische Sonnenbräune oder Sonnenbrand im Behandlungsareal
- Bekannte Pigmentallergien oder Überempfindlichkeiten gegenüber PMU-Farbstoffen
- Autoimmunerkrankungen oder immunsuppressive Therapien (ärztliche Rücksprache erforderlich)
- Kürzlich durchgeführte Behandlungen im selben Areal (z. B. Botox, Filler — Mindestabstand beachten)
Was direkt nach der Behandlung im Studio zu beachten ist
Unmittelbar nach der Sitzung ist eine leichte Rötung und Schwellung im behandelten Bereich eine typische Reaktion. Das Pigment erscheint in den ersten Tagen deutlich intensiver als das spätere Ergebnis, da die oberste Hautschicht noch nicht abgeschilfert ist. In den folgenden Tagen bildet sich eine feine Kruste, die von selbst abfällt — sie darf nicht abgekratzt werden. Das Behandlungsareal sollte für mindestens zehn Tage nicht mit Wasser oder Reinigungsprodukten in Kontakt kommen, soweit die Fachkraft dies empfiehlt. Direkte Sonneneinstrahlung, Solarien, Sauna, Schwimmbad und Sport mit starkem Schwitzen sind für etwa zwei Wochen zu meiden. Make-up im behandelten Bereich sollte bis zur vollständigen Abheilung nicht aufgetragen werden. Die Fachkraft gibt in der Regel ein geeignetes Pflegemittel für die Nachsorge mit.
Wie oft ist eine solche Behandlung typisch angelegt?
In der Studiopraxis ist eine Nachbehandlung standardmäßig als Teil des PMU-Prozesses eingeplant — üblicherweise eine Sitzung vier bis acht Wochen nach der Erstbehandlung, sobald die Haut vollständig abgeheilt ist. Ob weitere Auffrischungen notwendig sind, hängt vom individuellen Heilungsverlauf und dem Pigmentverhalten der Haut ab. Langfristig bieten viele Studios jährliche oder halbjährliche Auffrischungssitzungen an, da PMU-Pigmente über Monate und Jahre verblassen.
Wirkstoffe und Techniken
Bei der PMU Nachbehandlung kommen dieselben Techniken zum Einsatz wie bei der Erstbehandlung — je nach behandeltem Bereich etwa die Härchenzeichnung, wie sie bei der PMU Augenbrauen Härchenzeichnung oder der PMU Augenbrauen Kombi verwendet wird, oder Schattierungstechniken. Eingesetzt werden sterile Einmalnadeln und ein PMU-Gerät, das Pigment mechanisch in die Dermis einbringt. Die verwendeten Pigmente sind speziell für die Haut formuliert und enthalten häufig Trägerstoffe wie Glycerin oder Aqua sowie Konservierungsstoffe wie Phenoxyethanol. Zur Nachsorge werden häufig rückfettende Substanzen wie Panthenol oder Tocopherol eingesetzt, die die Hautbarriere während der Heilungsphase unterstützen sollen.
Wo diese Behandlung an ihre Grenzen kommt
Die PMU Nachbehandlung ist ausschließlich für die Korrektur und Ergänzung einer bestehenden PMU-Erstbehandlung vorgesehen. Sie ist kein geeignetes Mittel zur Behandlung von Hauterkrankungen, Pigmentstörungen oder Narben. Starke Farbabweichungen oder grundlegende Formkorrekturen können mehrere Sitzungen erfordern und sind nicht immer vollständig korrigierbar. Bei Unverträglichkeitsreaktionen auf Pigmente oder anhaltenden Heilungsproblemen ist eine dermatologische Abklärung notwendig. PMU-Behandlungen, einschließlich der Nachbehandlung, sollten ausschließlich von nachweislich geschulten Fachkräften durchgeführt werden, da eine sorgfältige Anamnese und hygienische Arbeitsweise Voraussetzung sind.
Alternativen und ergänzende Behandlungen
Wer sich zunächst nur für einen bestimmten Bereich entschieden hat, kann die PMU Nachbehandlung mit weiteren Erstbehandlungen kombinieren: Die PMU Augenbrauen Schattierung setzt auf einen weicheren, puderigen Farbauftrag, während der PMU Lidstrich oben oder der PMU Lidstrich unten die Augenpartie durch eingebrachtes Pigment entlang der Wimpernlinie definiert. Für eine dezentere Wirkung im Augenbereich ist die PMU Wimpernkranzverdichtung eine weitere Option, bei der Pigment zwischen die Wimpern eingebracht wird.
Häufige Fragen
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die PMU Nachbehandlung?
In der Studiopraxis wird die Nachbehandlung üblicherweise frühestens vier, spätestens acht Wochen nach der Erstbehandlung durchgeführt — erst wenn die Haut vollständig abgeheilt ist und das endgültige Farbbild sichtbar ist.
Ist die Nachbehandlung im Preis der Erstbehandlung enthalten?
Das variiert je nach Studio. Manche Studios rechnen eine Nachbehandlung in den Gesamtpreis ein, andere stellen sie separat in Rechnung. Das sollte vor der Erstbehandlung geklärt werden.
Wie lange dauert die Heilung nach der Nachbehandlung?
Der Heilungsverlauf entspricht in der Regel dem nach der Erstbehandlung: Die oberflächliche Kruste löst sich innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen ab, die vollständige Einheilung des Pigments dauert bis zu acht Wochen.
Kann die Nachbehandlung auch zur Formkorrektur genutzt werden?
Ja, kleinere Anpassungen an Form und Farbton sind im Rahmen der Nachbehandlung möglich. Größere Korrekturen können jedoch weitere Sitzungen erfordern oder sind je nach Ausgangslage nur begrenzt umsetzbar.
Ist die Nachbehandlung genauso schmerzhaft wie die Erstbehandlung?
Das Empfinden ist individuell verschieden. Da in der Regel weniger Fläche bearbeitet wird als bei der Erstbehandlung, fällt die Sitzung häufig kürzer aus. Ein topisches Betäubungsmittel wird auch bei der Nachbehandlung üblicherweise eingesetzt.
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