Microdermabrasion

Microdermabrasion ist eine mechanische Hautabtragung, die auf die Reinigung und Glättung der Hautoberfläche abzielt.

Dauer im Studio
ca. 45–60 Min
Rubrik
Medical Beauty

Microdermabrasion ist eine mechanische Behandlung, bei der die oberste Hautschicht durch feine Schleifpartikel oder einen Diamantkopf abgetragen wird. Ziel der Anwendung ist die Reinigung und Glättung der Hautoberfläche sowie die Entfernung abgestorbener Hornzellen. Typisch ist der Einsatz bei unebenmäßiger Hauttextur, verstopften Poren oder einem fahlen Teint.

So läuft die Behandlung im Studio ab

  1. Anamnese und Hautzustandsanalyse: Zu Beginn wird der Hautzustand unter Licht oder Lupe beurteilt und mögliche Kontraindikationen werden abgeklärt.
  2. Reinigung: Die Haut wird gründlich gereinigt, um Make-up, Talg und Verunreinigungen zu entfernen.
  3. Vorbereitung: Je nach Studio wird die Haut leicht angefeuchtet oder mit einem milden Präparat vorbereitet, damit das Gerät gleichmäßig geführt werden kann.
  4. Abtragung: Mit einem Handstück — entweder mit Kristallpartikeln oder einem Diamantkopf — wird die Oberfläche der Haut in gleichmäßigen Zügen bearbeitet. Gleichzeitig saugt ein Vakuummechanismus abgetragene Partikel und Hornzellen ab.
  5. Intensität und Zonen: Druck und Intensität werden je nach Hautareal und Empfindlichkeit angepasst; sensiblere Bereiche wie die Augenpartie werden ausgelassen oder mit reduziertem Druck behandelt.
  6. Abschlussreinigung: Nach der Abtragung wird die Haut erneut gereinigt, um Rückstände zu entfernen.
  7. Beruhigung und Pflege: Abschließend werden beruhigende Wirkstoffe aufgetragen — häufig Produkte mit Panthenol oder Glycerin — und ein Sonnenschutz aufgetragen.

Für welches Hautbild ist die Behandlung angelegt?

Angelegt ist die Microdermabrasion auf Hautbilder mit unebener Textur, sichtbaren Verhornungen und vergrößerten Poren. Auch bei fahler, matter Hautoberfläche durch Hornzellansammlungen wird sie in Studios eingesetzt. Geeignet ist die Behandlung in der Regel für normale bis fettige Haut sowie für Mischhaut. Bei sehr dünner, empfindlicher oder zu Rötungen neigender Haut (z. B. Couperose, Rosazea) ist die Behandlung nicht angelegt, da die mechanische Belastung die Reizung verstärken kann. Auch bei aktiver Akne mit entzündlichen Pusteln ist die Anwendung nicht vorgesehen.

Wann du die Behandlung besser meiden solltest

  • Aktive Entzündungen, Pusteln oder offene Wunden im Behandlungsareal
  • Aktiver Herpes simplex im oder nahe dem Behandlungsareal
  • Ekzeme, Psoriasis oder andere aktive Hauterkrankungen
  • Rosazea und ausgeprägte Couperose
  • Frische Sonnenbräune oder Sonnenbrand
  • Einnahme von Isotretinoin (Akne-Medikament) — in der Regel mindestens sechs Monate Abstand nach Absetzen
  • Einnahme von Blutverdünnern (erhöhte Blutungsneigung durch Vakuumwirkung)
  • Schwangerschaft und Stillzeit (Vorsichtsmaßnahme, da keine ausreichenden Daten vorliegen)
  • Sehr dünne oder durch Kortison vorgeschädigte Haut
  • Frische Narben oder kürzlich durchgeführte operative Eingriffe im Behandlungsbereich

Da die Microdermabrasion zur Rubrik Medical Beauty zählt, sollte sie ausschließlich von geschulten Fachkräften durchgeführt werden, denen eine sorgfältige Anamnese vorausgeht.

Was direkt nach der Behandlung im Studio zu beachten ist

Unmittelbar nach der Behandlung ist eine leichte Rötung und ein Wärmegefühl auf der Haut typisch. Diese Reaktion klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden ab. Die Haut ist in den ersten Tagen empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, mechanischen Reizen und aggressiven Pflegeprodukten. Folgende Punkte sind in den ersten 24 bis 48 Stunden zu beachten:

  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor konsequent auftragen, auch bei bewölktem Himmel
  • Direkte Sonneneinstrahlung meiden
  • Kein Make-up in den ersten 12 bis 24 Stunden
  • Keine Sauna, kein Dampfbad, kein intensiver Sport für mindestens 24 Stunden
  • Keine Peelings, Fruchtsäuren oder Retinoide in den ersten Tagen
  • Milde, rückfettende Pflege verwenden

Wie oft ist eine solche Behandlung typisch angelegt?

In vielen Studios wird die Microdermabrasion als Kur aus vier bis sechs Sitzungen angeboten, die im Abstand von zwei bis vier Wochen stattfinden. Dieser Rhythmus orientiert sich am natürlichen Erneuerungszyklus der Haut. Einzelsitzungen zur Pflege werden häufig in Abständen von vier bis sechs Wochen durchgeführt. Der genaue Rhythmus wird im Studio individuell nach Hautzustand und Behandlungsziel festgelegt.

Wirkstoffe und Techniken

Die Microdermabrasion arbeitet rein mechanisch: Entweder werden feine Kristallpartikel (z. B. Aluminiumoxid) über die Haut geblasen und gleichzeitig abgesaugt, oder ein Handstück mit Diamantkopf wird direkt über die Haut geführt. Das integrierte Vakuumsystem unterstützt den Abtragungsprozess und zielt auf die Entfernung von Hornzellen ab. Zur Nachpflege kommen häufig beruhigende und feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe zum Einsatz: Panthenol gilt als hautberuhigender Wirkstoff, Glycerin als Feuchthaltemittel. Auch Tocopherol (Vitamin E) findet sich in Nachpflegeprodukten, da es als antioxidativer Wirkstoff bekannt ist.

Wo diese Behandlung an ihre Grenzen kommt

Die Microdermabrasion ist auf die oberste Hautschicht beschränkt. Tiefere Strukturveränderungen wie ausgeprägte Narben, tiefe Falten oder Pigmentstörungen in tieferen Hautschichten sind nicht Gegenstand dieser Behandlung. Bei medizinisch relevanten Hautveränderungen — etwa Pigmentflecken unklarer Herkunft, chronischen Hauterkrankungen oder Narbengewebe nach Operationen — ist eine dermatologische Abklärung vor jeder kosmetischen Behandlung sinnvoll. Die Microdermabrasion ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie.

Alternativen und ergänzende Behandlungen

Wer eine weniger mechanische, stärker feuchtigkeitsorientierte Variante sucht, findet im Hydrafacial eine Alternative: Dabei wird die Haut durch Wasserstrahl und Saugwirkung gereinigt, ohne Schleifpartikel einzusetzen. Ähnlich arbeitet das Aqua-Peeling, das ebenfalls auf Wasserinfusion setzt. Für eine gerätegestützte Variante speziell mit Diamantkopf steht die Diamant-Mikrodermabrasion als eigenständige Behandlungsform zur Verfügung. Wer sich für Behandlungen interessiert, die auf tiefere Hautschichten abzielen, kann sich über die Plasma-Pen-Behandlung oder die Fibroblast-Behandlung informieren — diese sind jedoch deutlich invasiver und setzen eine umfangreiche Fachberatung voraus.

Häufige Fragen

Ist die Microdermabrasion schmerzhaft?

Die meisten Personen beschreiben die Behandlung als leichtes Kratzen oder Ziehen auf der Haut. Ein Betäubungsmittel ist in der Regel nicht erforderlich, da die Behandlung die Haut nicht tief eindringt.

Wie lange dauert eine Sitzung im Studio?

Eine vollständige Sitzung inklusive Vorbereitung, Behandlung und Nachpflege dauert typischerweise rund 45 Minuten, kann je nach Studio und behandeltem Areal aber variieren.

Kann die Microdermabrasion mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

In vielen Studios wird sie als vorbereitender Schritt vor einer Wirkstoffmaske oder einem Serum eingesetzt. Welche Kombinationen sinnvoll sind, klärt das Fachpersonal im Rahmen der Anamnese.

Wie viele Sitzungen sind üblich?

In der Studiopraxis werden häufig Kuren aus vier bis sechs Sitzungen angeboten. Die genaue Anzahl richtet sich nach dem individuellen Hautzustand und wird im Beratungsgespräch festgelegt.

Darf ich nach der Behandlung sofort in die Sonne?

Direkte Sonneneinstrahlung sollte unmittelbar nach der Behandlung gemieden werden. Konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist in den Tagen nach der Sitzung besonders wichtig, da die Haut empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert.

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