Wimpernfärben

Wimpernfärben ist eine Studiobehandlung, bei der natürliche Wimpern mit Farbe getönt werden.

Dauer im Studio
ca. 15 Min
Rubrik
Wimpern & Augenbrauen

Beim Wimpernfärben werden die natürlichen Wimpern im Studio mit einer speziellen Tönung behandelt. Ziel der Anwendung ist es, die Wimpern dunkler zu tönen, sodass sie ohne Mascara kontrastreicher wirken. Typischerweise wird die Behandlung von Personen gebucht, die ihre Wimpern dauerhaft oder für einen bestimmten Zeitraum dunkler haben möchten, ohne täglich Mascara aufzutragen.

So läuft die Behandlung im Studio ab

  1. Zunächst wird die Augenpartie gründlich gereinigt, um Rückstände von Make-up, Pflegeprodukten und Hautfett zu entfernen.
  2. Anschließend werden die Augenlider und die Haut unterhalb der Wimpern mit Schutzpads oder einer Schutzpaste abgedeckt, damit die Farbe nicht auf die Haut gelangt.
  3. Die Wimpernfarbe wird sorgfältig mit einem feinen Pinsel oder Wattestäbchen auf die Wimpern aufgetragen, von der Wurzel bis zur Spitze.
  4. Die Farbe verbleibt für eine festgelegte Einwirkzeit auf den Wimpern — in der Regel zwischen fünf und fünfzehn Minuten, je nach Produkt und gewünschtem Ergebnis.
  5. Nach der Einwirkzeit wird die Farbe sorgfältig mit einem feuchten Wattepad oder Tuch abgenommen, ohne dabei die Augen zu reizen.
  6. Abschließend wird die Augenpartie erneut gereinigt und gegebenenfalls mit einem pflegenden Produkt nachbehandelt.

Für welches Hautbild ist die Behandlung angelegt?

Angelegt ist die Behandlung auf Personen mit hellen, blonden, rötlichen oder grauen Wimpern, die durch die Tönung einen stärkeren Kontrast zur Iris erzielen möchten. Auch Menschen mit dunklen Wimpern, die eine intensivere Tönung anstreben, buchen diese Behandlung. Besonders häufig wird sie für Personen angeboten, die empfindlich auf Mascara reagieren oder diese im Alltag — etwa beim Sport oder im Urlaub — nicht verwenden möchten. Für Personen mit bekannten Allergien gegen Haarfärbemittel oder Oxidationsmittel ist die Behandlung nicht geeignet; ein Allergietest vor der ersten Anwendung ist in vielen Studios üblich.

Wann du die Behandlung besser meiden solltest

  • Bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Haarfärbemittel, p-Phenylendiamin (PPD) oder verwandte Substanzen
  • Aktive Augenerkrankungen wie Bindehautentzündung, Gerstenkorn oder Herpes im Augenbereich
  • Frische Verletzungen, Entzündungen oder Irritationen im Augenbereich
  • Schwangerschaft und Stillzeit — aufgrund fehlender Datenlage zur Sicherheit der Farbstoffe wird in vielen Studios auf die Behandlung verzichtet
  • Sehr empfindliche Augen oder bekannte Kontaktlinsenunverträglichkeiten (Kontaktlinsen müssen vor der Behandlung entfernt werden)
  • Laufende Behandlung mit bestimmten Augenmedikamenten — Rücksprache mit der behandelnden Fachkraft empfohlen

Was direkt nach der Behandlung im Studio zu beachten ist

Unmittelbar nach dem Wimpernfärben kann die Augenpartie leicht gerötet oder gereizt sein, was als typische kurzfristige Reaktion gilt und sich meist innerhalb weniger Stunden legt. In den ersten Stunden nach der Behandlung sollte die Augenpartie nicht gerieben werden. Kontaktlinsen können in der Regel nach Abklingen einer eventuellen Reizung wieder eingesetzt werden. Für den Rest des Tages empfiehlt sich der Verzicht auf wasserfeste Make-up-Produkte im Augenbereich, da diese die Farbe mechanisch beanspruchen können. Direkte Sonneneinwirkung und Saunabesuche sollten in den ersten 24 Stunden gemieden werden, da Wärme und UV-Strahlung die Farbe schneller ausbleichen lassen können.

Wie oft ist eine solche Behandlung typisch angelegt?

In den meisten Studios wird das Wimpernfärben als Einzelbehandlung angeboten, die je nach Haarwachstum und individueller Farbhaltbarkeit alle drei bis sechs Wochen wiederholt werden kann. Die Farbe wächst mit dem natürlichen Wimpernzyklus heraus; eine feste Kurstruktur wie bei anderen Behandlungen ist beim Wimpernfärben weniger verbreitet. Viele Studios kombinieren die Tönung mit anderen Wimpernbehandlungen im selben Termin.

Wirkstoffe und Techniken

Für das Wimpernfärben werden speziell für den Augenbereich zugelassene Oxidationsfarben verwendet, die auf dem gleichen Prinzip wie Haarfarben basieren: Ein Farbstoff wird zusammen mit einem Oxidationsmittel — in der Regel Wasserstoffperoxid in niedriger Konzentration — gemischt und auf die Wimpern aufgetragen. Die Farbpigmente lagern sich dabei in die Haarstruktur ein. Übliche Farbtöne reichen von Schwarz über verschiedene Brauntöne bis hin zu Blau-Schwarz. Pflegende Zusätze wie PANTHENOL oder TOCOPHEROL sind in manchen Formulierungen enthalten und sollen die Wimpernstruktur während der Einwirkzeit schonen. Die Technik selbst erfordert kein spezielles Gerät — die Anwendung erfolgt manuell mit Pinsel oder Wattestäbchen.

Wo diese Behandlung an ihre Grenzen kommt

Das Wimpernfärben verändert ausschließlich die Farbe der vorhandenen Wimpern — Länge, Volumen oder Schwung werden dadurch nicht beeinflusst. Wer dünn besetzte oder kurze Wimpern hat, wird durch die Tönung allein keine optisch dichtere Wimpernlinie erzielen. Bei Hauterkrankungen im Augenbereich, anhaltenden Reizungen oder unklaren Reaktionen auf frühere Färbebehandlungen ist eine dermatologische oder ophthalmologische Abklärung sinnvoll, bevor eine erneute Anwendung stattfindet. Die Behandlung ist keine medizinische Maßnahme und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie.

Alternativen und ergänzende Behandlungen

Wer neben der Farbe auch die Form oder den Schwung der Wimpern verändern möchte, kann das Wimpernfärben mit einem Wimpernlifting oder einer Wimpernwelle kombinieren — beide Behandlungen zielen auf eine dauerhafte Formveränderung der natürlichen Wimpern ab und werden häufig zusammen mit einer Tönung im selben Termin angeboten. Wer dauerhaft dichtere oder längere Wimpern anstrebt, kann sich über eine Wimpernverlängerung als Neuset informieren, bei der einzelne Kunstwimpern auf die natürlichen Wimpern geklebt werden. Für ein besonders voluminöses Ergebnis stehen außerdem Volumen-Wimpern als Variante der Wimpernverlängerung zur Verfügung.

Häufige Fragen

Ist vor dem Wimpernfärben ein Allergietest notwendig?

Viele Studios führen vor der ersten Behandlung einen Allergietest durch, bei dem eine kleine Menge der Farbe auf die Haut aufgetragen und nach 24 bis 48 Stunden abgelesen wird. Bei bekannten Allergien gegen Haarfärbemittel sollte die Behandlung grundsätzlich nicht durchgeführt werden.

Wie lange hält die Färbung?

Die Haltbarkeit variiert je nach Wimpernwachstum, Hauttyp und Pflegegewohnheiten — in der Regel wird sie mit drei bis sechs Wochen angegeben. Häufiges Reiben der Augen oder die Verwendung ölhaltiger Abschminkprodukte kann die Haltbarkeit verkürzen.

Kann ich direkt nach der Behandlung Kontaktlinsen tragen?

Kontaktlinsen müssen vor der Behandlung entfernt werden. Nach Abklingen einer eventuellen Reizung können sie in der Regel wieder eingesetzt werden — im Zweifel sollte die Fachkraft im Studio dazu befragt werden.

Darf ich Wimpernfärben mit anderen Wimpernbehandlungen kombinieren?

Ja, in vielen Studios wird das Färben routinemäßig mit Wimpernlifting oder Wimpernwelle kombiniert. Die Reihenfolge der Behandlungsschritte legt die Fachkraft fest; in der Regel erfolgt das Färben nach der Formbehandlung.

Welche Farbtöne sind beim Wimpernfärben üblich?

Am häufigsten werden Schwarz und verschiedene Brauntöne angeboten. Manche Studios führen auch Blau-Schwarz oder Dunkelbraun als Varianten. Die Auswahl hängt vom Produktsortiment des jeweiligen Studios ab.

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